Kommissionspräsident kritisiert finanzielle Entwicklung von Sursee


News Redaktion
Regional / 09.01.23 12:05

Der Präsident der Controlling-Kommission der Stadt Sursee, Roland Bieri (FDP), gibt sein Amt per Ende Februar ab. Er begründet seinen Rücktritt mit der finanziellen Entwicklung der Stadt.

Der Präsident der Controlling-Kommission von Sursee, Roland Bieri, kann die finanzielle Entwicklung der Stadt nicht länger mittragen. (FOTO: Stadt Sursee)
Der Präsident der Controlling-Kommission von Sursee, Roland Bieri, kann die finanzielle Entwicklung der Stadt nicht länger mittragen. (FOTO: Stadt Sursee)

Nach über sechs Jahren Kommissionsarbeit habe er sich nach reiflicher Überlegung entschieden, das Amt abzugeben, wird Bieri in einer Mitteilung der Stadt Sursee vom Montag zitiert. Die zukünftige finanzielle Entwicklung der Stadt könne er nicht länger vertreten, deshalb ziehe er die Konsequenzen. Nähere Angaben wollte Bieri mit Verweis auf die Gemeindeordnung auf Anfrage nicht machen.

Die Stadt Sursee rechnet für 2023 mit einem Defizit von knapp 1 Million Franken, ab 2024 steigen die jährlichen Defizite auf über 4 Millionen Franken an. Weil Sursee stetig wächst, stehen auch grosse Investitionen an.

Bis 2026 sind Projekte mit Nettokosten von rund 114 Millionen Franken vorgesehen. Der Stadtrat will bis im Frühling eine Finanzstrategie vorlegen. Diese soll die künftigen Möglichkeiten, Grenzen und Massnahmen aufzeigen. Neben Bieri tritt auch Kommissionsmitglied Stephan Koller (Die Mitte) zurück, weil er aus Sursee wegzieht.

Der Stadtrat bedauere die Rücktritte, zeigt aber auch Verständnis für die Situation, wie es in der Mitteilung heisst. Die Ersatzwahlen finden am 14. Mai 2023 statt. Während der Übergangszeit übernehmen die übrigen Mitglieder der Controlling-Kommission die Aufgaben.

(sda)


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