Krawalle bei Protesten gegen Benzinpreis in Ecuador


News Redaktion
International / 27.10.21 04:20

Bei Protesten gegen die Wirtschaftspolitik des konservativen Präsidenten Guillermo Lasso in Ecuador haben sich Demonstranten und Polizisten gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert.

Ein ecuadorianischer Polizist feuert Tränengas auf Demonstranten ab. Foto: Dolores Ochoa/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Dolores Ochoa)
Ein ecuadorianischer Polizist feuert Tränengas auf Demonstranten ab. Foto: Dolores Ochoa/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Dolores Ochoa)

Regierungsgegner schleuderten in der Hauptstadt Quito Steine auf die Beamten, wie die Zeitung El Universo am Dienstag berichtete. Die Sicherheitskräfte feuerten Tränengas in die Menge.

Unterdessen blockierten Gewerkschaftsmitglieder in verschiedenen Provinzen des südamerikanischen Staates die Landstrassen. Mehrere Menschen wurden festgenommen, wie ein Regierungssprecher sagte.

Die Proteste hatten sich an einem Regierungsdekret entzündet, das den Preis für Benzin bei 2,55 US-Dollar und den Preis für Diesel bei 1,90 Dollar je Gallone (3,78 Liter) einfriert. Die Gewerkschaften fordern 2 Dollar für Benzin und 1,50 Dollar für Diesel.

Die Treibstoffpreise sind ein sensibles Thema in Ecuador. Bereits Lassos Vorgänger Lenin Moreno wollte die Benzinsubventionen streichen. Vor allem indigene Bauern hatten unter dem Preissprung gelitten. Nach heftigen Protesten mit Toten und Verletzten kassierte der damalige Präsident die Reform wieder. Das Problem der hohen Verschuldung und die soziale Ungleichheit blieben allerdings bestehen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Deutsche
International

Deutsche "Ampel"-Parteien wollen Koalitionsvertrag vorstellen

SPD, Grüne und FDP wollen am Mittwoch ihren Koalitionsvertrag für eine gemeinsame deutsche Bundesregierung vorstellen. Die drei Parteien luden dazu übereinstimmend zu einer Pressekonferenz um 15.00 Uhr in Berlin ein.

Nidwaldner und Luzerner Regierungen reisen ans WEF
Regional

Nidwaldner und Luzerner Regierungen reisen ans WEF

Als Ersatz für das abgesagte World Economic Forum (WEF) 2021 auf dem Bürgenstock sind die Kantonsregierungen von Nidwalden und Luzern an das WEF 2022, das wieder in Davos GR stattfinden soll, eingeladen worden. Dies sei eine einmalige Chance, um Kontakte zu knüpfen, teilten Nidwalden und Luzern am Freitag mit.

Regionale Wertschöpfung der Olma Messen untersucht
Schweiz

Regionale Wertschöpfung der Olma Messen untersucht

Die Universität St. Gallen hat die wirtschaftliche Bedeutung der Olma Messen für Stadt und Region untersucht. Dabei ging es auch um Verbesserungsmöglichkeiten. Direkt oder indirekt sind mit den Aktivitäten der Olma rund 1350 Vollzeitstellen verbunden.

Neugründungen auf Rekordniveau - 2022 droht Konkurswelle
Wirtschaft

Neugründungen auf Rekordniveau - 2022 droht Konkurswelle

Die Firmenkonkurse haben in der Schweiz in den ersten zehn Monaten 2021 insgesamt leicht zugenommen. Gleichzeitig gründen mutige Geschäftsleute aber auch rekordverdächtig viele neue Firmen. Für 2022 zeichnet sich nun eine Konkurswelle ab.