Kriminelle knöpfen 83-Jährigen in St. Gallen 90'000 Franken ab


News Redaktion
Schweiz / 01.08.20 10:58

Kriminelle haben am Freitag einer 83-jährigen Frau in St. Gallen 90'000 Franken Bargeld abgeknöpft. Sie gaben sich als Polizisten aus und forderten das Geld wegen eines angeblichen Unfalls der Tochter.

Gemäss Mitteilung der Kantonspolizei vom Samstag hatte die Frau am Freitagvormittag einen Anruf erhalten. Ein Anrufer, der sich als Polizist ausgegeben habe, habe ihr mitgeteilt, dass ihre Tochter einen schweren Unfall gehabt habe und jetzt 90000 Franken brauche, um wieder nach Hause zu können.

Die Frau organisierte laut Polizeiangaben das Geld und übergab dieses kurz nach dem Mittag einer unbekannten rund 50 bis 60-jährigen Frau. Diese habe ungepflegt gewirkt und Schweizerdeutsch mit St.Galler Dialekt gesprochen.

Als die Frau wieder zu Hause gewesen sei, habe sich der angebliche Polizist erneut gemeldet und weiteres Geld angefordert. Bei dem erneuten Geldbezugsversuch bei der Bank habe diese den Betrug bemerkt und die Kantonspolizei St. Gallen verständigt.

Die Kantonspolizei ruft zu Misstrauen auf, auf Geldforderungen sollte nie eingegangen werden und bei Druckversuchen das Telefon aufgelegt werden. Bei Anrufen sollten Kontrollfragen gestellt werden, die fremde Personen nicht beantworten könnten. Jüngere Generationen sollten Seniorinnen und Senioren im persönlichen Umfeld über solche Betrugsmaschen informieren.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Corona treibt UBS-Immobilienindex in Blasenzone hoch
Wirtschaft

Corona treibt UBS-Immobilienindex in Blasenzone hoch

Die Lage auf dem Schweizer Eigenheimmarkt verschärft sich weiter. Wegen der Coronakrise werde der Immobilienblasenindex der UBS im laufenden Quartal marginal in die Blasenzone springen.

Trump ordnet Teile des Konjunkturpakets ohne Parlamentsbeteiligung an
Wirtschaft

Trump ordnet Teile des Konjunkturpakets ohne Parlamentsbeteiligung an

Nach dem Scheitern von Verhandlungen zu einem neuen Konjunkturpaket im US-Kongress hat Präsident Donald Trump Verfügungen unterzeichnet, um mehrere Massnahmen auch ohne eine Zustimmung des Parlaments durchzusetzen. Arbeitslose sollen demnach bis zum Jahresende zusätzlich jeweils 400 Dollar pro Woche erhalten, bestimmte Zwangsräumungen sollen zeitweise verboten werden und eine Sozialversicherungsabgabe soll ausgesetzt werden, wie Trump am Samstag in seinem Golfclub im Bundesstaat New Jersey erklärte.

Sri Lankas Regierungspartei steuert auf klaren Wahlsieg zu
International

Sri Lankas Regierungspartei steuert auf klaren Wahlsieg zu

Die Partei SLPP von Sri Lankas Präsident Gotabhaya Rajapaksa und seiner mächtigen Familie steuert bei der Parlamentswahl auf einen klaren Sieg zu. Von den ersten 60 ausgezählten Wahlkreisen hat die Partei 55 gewonnen.

Zahl der Euro-Blüten in Deutschland gestiegen
Wirtschaft

Zahl der Euro-Blüten in Deutschland gestiegen

In Deutschland ist wieder mehr Falschgeld im Umlauf. Vor allem unechte 10- und 20-Euro-Scheine nahmen kräftig zu, wie die Bundesbank am Freitag mitteilte.