Kritik an Konkurrenzkampf um Patienten im Sarganserland


News Redaktion
Schweiz / 17.01.23 15:18

Die Spitalregion "Rheintal Werdenberg Sarganserland" solle ihr Einzugsgebiet beschränken und das Sarganserland dem Spital Walenstadt überlassen. Es brauche kein unnötiges Konkurrenzverhalten, heisst es in einem Vorstoss aus dem St. Galler Kantonsrat.

Die Spitalregion
Die Spitalregion "Rheintal Werdenberg Sarganserland" führt das Spital in Walenstadt nicht mehr. Deshalb müsse das Einzugsgebiet angepasst werden, wird in einem Vorstoss verlangt. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Seit dem 1. Januar wird das Spital Walenstadt vom Kantonsspital Graubünden betrieben und gehört deshalb nicht mehr zur St. Galler Spitalorganisation "Rheintal Werdenberg Sarganserland" mit ihren Standorten Grabs und bis 2027 Altstätten. Geplant ist, dass Walenstadt für die kantonsübergreifende Region Sardona und damit auch für das Sarganserland zuständig ist.

Mitte-Kantonsrat Thomas Warzinek befürchtet nun "ein unnötiges Konkurrenzverhalten" in der Region. Den Vorwurf belegt er unter anderem mit einer aktualisierten Imagebroschüre der Spitalregion "Rheintal Werdenberg Sarganserland".

Darin heisse es, die Spitalregion fühle sich für 170'000 Menschen verantwortlich. "Also für rund einen Drittel der Wohnbevölkerung des Kantons St. Gallen", stellte Warzinek fest. Er will nun von der Regierung wissen: "Muss diese Zahl nach unten korrigiert werden?"

Der Parlamentarier rechnet vor: Im Rheintal lebten 76'192 und im Werdenberg 41'131 Personen, zusammen also 117'323 Personen. Wo die anderen 52'677 Menschen herkämen, für die sich die Spitalregion verantwortlich fühle, bleibe offen.

Die Regierung soll nun erklären, was sie unternimmt, um im Sarganserland "ein unsinniges und schlicht nicht mehr finanzierbares Konkurrenzgebaren zu unterbinden". Er will auch wissen, ob für die Spitalregion ein Namenswechsel vorgesehen ist. Im Titel des Vorstosses schreibt er bereits von einer Spitalregion "Rheintal Werdenberg".

(sda)


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