Leise Sensation: Aeschbacher bodigt Stucki im Schlussgang


Roman Spirig
Schwingen / 17.06.18 18:23

Matthias Aeschbacher galt schon vor dem Seeländischen Fest in Dotzigen als bester Schwinger ohne eidgenössischen Kranz. Jetzt ist seine Position unbestritten, denn er gewann das Fest nach einem Schlussgang-Sieg über Christian Stucki.

Leise Sensation: Aeschbacher bodigt Stucki im Schlussgang  (Foto: KEYSTONE / DANIEL TEUSCHER)
Leise Sensation: Aeschbacher bodigt Stucki im Schlussgang (Foto: KEYSTONE / DANIEL TEUSCHER)
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Matthias Aeschbacher an der Arbeit gegen Florian Gnägi (Foto: KEYSTONE / DANIEL TEUSCHER)
Matthias Aeschbacher an der Arbeit gegen Florian Gnägi (Foto: KEYSTONE / DANIEL TEUSCHER)

Es schien alles darauf hinauszulaufen, dass Unspunnensieger Christian Stucki nach dreiwöchiger krankheitsbedingter Absenz auf Anhieb wieder gewinnen sollte. Nach einem Remis zum Auftakt im Spitzenduell mit Schwingerkönig Matthias Glarner liess sich Stucki lange von keinem Gegner mehr aufhalten. Er stieg mit einer beträchtlichen Punktereserve in den Schlussgang. Aber in der 9. Minute wurde der 33-jährige Seeländer Hüne vom 26-jährigen Emmentaler Matthias Aeschbacher vom Rüegsauschachen mit einem Kurzzug gefällt. Für Aeschbacher war es der fünfte Kranzfestsieg der Karriere - und der bislang wertvollste.

Matthias Glarner schnitt mit je drei Siegen und Gestellten noch nicht so ab, wie man es sich für den Schwingerkönig vorstellt. In Dotzigen hatte der Meiringer indessen erst seinen zweiten Auftritt an einem Kranzfest nach der rund elfmonatigen Verletzungspause. Zudem wurde er in der Einteilung härter angefasst als noch Ende Mai am Berner Oberländer Fest an der Lenk, wo er vier Gänge für sich entschieden hatte.

Schwingerkönig Kilian Wenger kehrte nach fünf Wochen, in denen er eine Bauchmuskelzerrung hatte auskurieren müssen, in recht guter Verfassung zurück. Der Diemtigtaler zeigte ein gutes Fest und sicherte sich den Kranz ohne Mühe.

Nach der kurzfristigen Absage von Samuel Giger, der eine Schnittverletzung erlitten hatte, blieb Armon Orlik an seinem Heimfest, dem Bündner-Glarner in Arosa, als haushoher Favorit zurück. Der Maienfelder gewann in der Folge tatsächlich haushoch. Als erster Schwinger der Saison gewann er ein Fest mit sechs Maximalnoten, also mit 60,00 Punkten.

Im Schlussgang bodigte Orlik den Glarner Eidgenossen Roger Rychen, den er auch schon im 4. Gang bezwungen hatte. Der elfte Kranzfestsieg ist für Orlik zugleich der dritte in Folge an "seinem" Bündner-Glarner Fest.

(sda / Central Redaktion)


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