Lindenstrasse in der Stadt Luzern soll zur Begegnungszone werden


Roman Spirig
Regional / 30.04.21 12:45

Die Stadt Luzern kommt mit den Entwicklungsplänen für das Quartier Lindenstrasse-Fluhmühle nicht so recht voran. Der Stadtrat hat daher entschieden, diese zu etappieren und legt nun einen Bebauungsplan für die Lindenstrasse vor. Dieser ermöglicht die Erneuerung einzelner Liegenschaften und eine Umgestaltung der Lindenstrasse.

Lindenstrasse in der Stadt Luzern soll zur Begegnungszone werden (Foto: KEYSTONE /  / )
Lindenstrasse in der Stadt Luzern soll zur Begegnungszone werden

Bereits 2017 hatte die Stadt einen Anlauf für einen neuen Bau- und Zonenordnung (BZO) sowie einen Bebauungsplan für das Gebiet entlang der Hautpstrasse neben Reuss und Bahnlinie genommen. Grund: Die Bebauung entspricht nicht mehr den planungsrechtlichen Bestimmungen.

So ist etwa die Ausnützung auf einigen Grundstücken zu gross, der Waldabstand zu gering und die Parkierung ungenügend, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Nötige Um- oder Neubauten scheiterten, weil sich diese nach den neuen Vorgaben richten müssten.

Die beiden Quartiere werden von der Bahnlinie getrennt. Weil im Bereich Fluhmühle, wo auch ein Autozentrum steht, die Entwicklungsabsichten der Grundeigentümer ungeklärt seien und der geplante Quartierpark vorerst nicht realisiert werden kann, reduziert der Stadtrat den Bebauungsplan auf den Bereich mit der Lindenstrasse.

Mit einer neuen Zentrumszone und den Vorschriften im Bebauungsplan soll eine ausgewogene, gemischte Wohn- und Arbeitsnutzung umgesetzt werden in dem Quartier, das sich durch eine multikulturelle Bevölkerung und Klein- sowie Kreativgewerbe auszeichne.

Mit dem Bebauungsplan kann die Lindenstrasse frühstens 2023 zur Begegnungszone umgestaltet werden. Ermöglicht wird zudem ein Ersatz für den Fluhmühlepark. Ein reduzierter öffentlicher Park ist ab dem kommenden Frühling beim Bahntunnelportal vorgesehen, darüber soll das Stadtparlament Ende Jahr befinden. Den heutigen Park beansprucht der Kanton Luzern als Installationsplatz für den Neubau der Strassenbrücke über die Bahnlinie.

Gegen den Bebauungsplan waren sieben Einsprachen eingegangen. Jene, die nicht erledigt werden konnten, empfiehlt der Stadtrat zur Ablehnung.

(sda)


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