Liverpools grosser Triumph über die Bayern


Roman Spirig
Sport / 13.03.19 23:33

Bayern München und die Bundesliga überhaupt sind in den Viertelfinals der Champions League nicht dabei. Nach dem 0:0 im Hinspiel verloren die Bayern daheim gegen Liverpool 1:3.

Liverpools grosser Triumph über die Bayern  (Foto: KEYSTONE / AP / Kerstin Joensson)
Liverpools grosser Triumph über die Bayern (Foto: KEYSTONE / AP / Kerstin Joensson)

Sadio Mané brillierte in München als zweifacher Torschütze, und Innenverteidiger Virgil van Dijk erzielte nach 69 Minuten mit einem wuchtigen Kopfball auf einen Corner das 2:1, das den Bayern einen schweren moralischen Schlag zu versetzen schien.

Die Premier League ist bis anhin die grosse Siegerin in der Königsklasse. England stellt mit Manchester City, Manchester United, Tottenham Hotspur und Liverpool die Hälfte der Viertelfinalisten. Der "Liga" in Spanien wäre es beinahe gleich ergangen wie der Bundesliga, wäre nicht Barcelona mit einem erst gegen Schluss sichergestellten 5:1 gegen Lyon weitergekommen. Die Bayern selbst sind erstmals seit 2011 schon in den Achtelfinals gescheitert.

So überzeugend die Bayern in diesen Wochen in der Bundesliga auftreten, so enttäuschend war die Darbietung der Mannschaft von Trainer Niko Kovac gegen die Reds, die in München über weite Strecken wie das Heimteam auftreten. Das Weiterkommen ist ein riesiger Erfolg auch für Trainer Jürgen Klopp, nachdem sein Team zuletzt in der Meisterschaft die Führung an Manchester City verloren hat.

Bei Liverpools Führung nach 26 Minuten verdienten sich Sadio Mané sehr gute und Manuel Neuer sehr schlechte Noten. Der Goalie lief hinaus, um Mané an der Strafraumgrenze vom Ball zu trennen. Der Senegalese liess mit einer plötzlichen Körperdrehung Neuer und Rafinha aussteigen und hob den Ball an zwei Verteidigern vorbei ins Netz. Wenig später machte Neuer seinen schweren Patzer mit einer tollen Parade gegen einen Versuch von Andrew Robertson zu einem guten Teil wett. Wieder nur drei Minuten später glichen die Bayern mit ihrem ersten wirklich gefährlichen Angriff aus. Verteidiger Joel Matip lenkte eine Hereingabe von Serge Gnabry aus kurzer Distanz ins eigene Tor. Robert Lewandowski wäre neben Matip allerdings bereit gewesen, um den Ball über die Linie zu drücken. Die Bayern hatten indessen Glück, dass eine Tätlichkeit von James Rodriguez am Ursprung des Angriffs nicht geahndet wurde - mit der Roten oder zumindest der Gelben Karte.

In der zweiten Halbzeit Halbzeit hatten die Bayern nur eine reelle Chance, das Glück auf ihre Seite zu zwingen. Lewandowski verpasste das 2:1 erneut nach einer Hereingabe Gnabrys das 2:1.

Xherdan Shaqiri wäre wohl zu gern gegen die Spieler seines früheren Arbeitgebers Bayern München angetreten. Aber in Liverpools 4-3-3-Aufstellung, die Klopp anwendet, spielt der Schweizer Internationale derzeit trotz seiner Beliebtheit in Liverpool nicht einmal mehr die zweite Geige. Die Einsatzchancen sanken nach 13 Minuten noch weiter, weil Captain Jordan Henderson sich verletzt hatte und ersetzt werden musste. Erneut blieb Shaqiri 90 Minuten auf der Reservebank. In den letzten 630 Spielminuten in den verschiedenen Wettbewerben war er während nur 19 Minuten auf dem Platz.

Das Ergebnis von 5:1 im Rückspiel zwischen Barcelona und Lyon hört sich nach einer klaren Sache an. Aber nach dem Anschlusstor von Lucas Tousart nach der Pause mussten die Spanier 20 Minuten lang zittern, denn mit einem weiteren Tor Lyons wären sie ausgeschieden. Erst in der Schlussphase trafen die Katalanen noch dreimal, auch durch den Doppeltorschützen Lionel Messi.

Messi, wen wundert es, erzielte das erste Tor überhaupt in den beiden parallel stattfindenden Duellen, deren Hinspiele 0:0 ausgegangen waren. Der Superstar verwertete nach 18 Minuten in Panenkas Manier einen Penalty, den Lyons Verteidiger Jason Denayer mit einem ungeschickten und ungestümen Foul an Luis Suarez verschuldet hatte. Wunderbar herausgespielt war dagegen nach einer halben Stunde das vorentscheidende 2:0. Philippe Coutinho verwertete einen Querpass von Luis Suarez, der sich für einmal als exzellenter Vorbereiter auszeichnete.

(sda)


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