Loïc Meillard Zweiter im Slalom von Wengen - Kristoffersen siegt


News Redaktion
Sport / 15.01.23 11:09

Loïc Meillard verpasst den ersten Schweizer Slalom-Sieg in Wengen seit 36 Jahren knapp. Der Neuenburger wird Zweiter hinter Henrik Kristoffersen, geschlagen um 20 Hundertstel.

Loïc Meillard meistert die Schwierigkeiten im Schneetreiben von Wengen ansprechend, doch Henrik Kristoffersen ist noch einen Tick schneller (FOTO: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
Loïc Meillard meistert die Schwierigkeiten im Schneetreiben von Wengen ansprechend, doch Henrik Kristoffersen ist noch einen Tick schneller (FOTO: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Bei schwierigsten Bedingungen mit Schneefall und aufgeweichter Piste fehlte Meillard wenig zum historischen Erfolg. Zum vierten Mal ging der 26-Jährige als Führender in einen 2. Lauf, dieses Mal entglitt ihm die beträchtliche Reserve von 45 Hundertsteln, doch vorwerfen musste sich Meillard wenig. Kristoffersen glückte ein ausgezeichneter zweiter Lauf. Der 28-Jährige trotzte den Widrigkeiten in den tiefen Gräben von den Spitzenfahrern mit der sechstbesten Laufzeit klar am besten.

"Der Mittelteil hat mich Zeit gekostet, deshalb bin ich froh, dass es trotzdem mit dem Podest geklappt hat", befand Meillard im SRF-Interview.

Kristoffersen triumphierte in Wengen zum dritten Mal nach 2016 und 2017. Erfolgreicher war im Slalom am Lauberhorn einzig Ivica Kostelic mit vier Erfolgen. Insgesamt gewann der Norweger im Weltcup zum 23. Mal im Slalom und zum 30. Mal insgesamt. Mit dem Van-Deer-Ski von Marcel Hirscher, mit dem er seit dieser Saison fährt, war er in Garmisch und Wengen nun zweimal in Folge erfolgreich.

Meillard seinerseits schaffte es zum vierten Mal im Weltcup auf das Slalom-Podest, zum dritten Mal als Zweiter. Platz 3 ging mit Lucas Braathen ebenfalls an einen Athleten aus dem starken norwegischen Technikteam, das zum achten Mal in den letzten neun Slaloms den Sieger stellte.

Insgesamt klassierten sich fünf Schweizer in den ersten 20 und sechs in den Top 30. Ramon Zenhäusern und Daniel Yule belegten die Ränge 9 und 11. Sandro Simonet und Marc Rochat reihten sich auf den Plätzen 16 und 17 ein, Luca Aerni wurde 25.

(sda)


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