Lockdown in Deutschland wird wohl verlängert und verschärft


News Redaktion
International / 19.01.21 13:20

In Deutschland zeichnet sich vor dem Bund-Länder-Treffen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie an diesem Dienstag eine Fortsetzung des Lockdowns bis in den Februar hinein ab. Über die genauen Verschärfungen herrscht zum Teil aber noch grosse Uneinigkeit.

Schnee liegt auf Bierbänken in einem Biergarten im Stadtteil Haidhausen in München. Foto: Peter Kneffel/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Peter Kneffel)
Schnee liegt auf Bierbänken in einem Biergarten im Stadtteil Haidhausen in München. Foto: Peter Kneffel/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Peter Kneffel)

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, meldeten SPD-Länder eine Reihe von Änderungen an einer Beschlussvorlage an, die zuvor an mehrere Länder verschickt worden war. Entsprechende Papiere lagen der dpa vor. Vor den von 14.00 Uhr an geplanten Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel gab es noch Vorgespräche.

Diskutiert wurden unter anderem eine schärfere Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften. Daneben erwägen Bund und Länder, mehr Druck auf Arbeitgeber zu machen, um mehr Homeoffice zu ermöglichen.

In einer Experten-Anhörung am Montagabend hatten mehrere Wissenschaftler für härtere Lockdown-Massnahmen plädiert. Sie hätten die drohende Gefahr durch das mutierte Virus beschrieben, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die Gesundheitsämter meldeten dem staatlichen Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen 11 369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Darüber hinaus wurden 989 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12 802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Infektionslage bietet damit zwar erste Lichtblicke. So ist die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) seit ihrem bisherige Höchststand von 197,6 am 22. Dezember schon deutlich zurückgegangen. Sie ist aber immer noch viel zu hoch und liegt derzeit deutschlandweit bei etwas mehr als 130 - als Zielwert gelten 50.

(sda)


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