Lufthansa streicht weitere 2200 Flüge in Ferienzeit


News Redaktion
Wirtschaft / 23.06.22 18:46

Mitten in der Sommerferienzeit streicht die Lufthansa wegen Personalmangels mehr als 2000 weitere Flüge an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München. Schon vor gut zwei Wochen hatte sie angekündigt, hier 900 Verbindungen an Freitagen und Wochenenden im Juli zu canceln.

Der Flugplan der Lufthansa wegen dem Personalmangel weiter ausgedünnt. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/BORIS ROESSLER)
Der Flugplan der Lufthansa wegen dem Personalmangel weiter ausgedünnt. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/BORIS ROESSLER)

Nun werde sie "weitere 2200 von insgesamt rund 80 000 Flügen an den Drehkreuzen in Frankfurt und München aus dem System nehmen - auch an den übrigen, bislang weniger betroffenen Wochentagen", teilte die Lufthansa am Donnerstagabend mit. "Die Streichungen betreffen insbesondere innerdeutsche und innereuropäische Flüge, jedoch nicht die in der Ferienzeit gut ausgelasteten klassischen Urlaubsziele." Zudem könnten sich Flugzeiten ändern. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung" darüber berichtet.

"Streiks der Flugsicherheit, Wetterereignisse und insbesondere eine erhöhte Corona-Krankenquote haben das System nun zusätzlich belastet", begründete die Lufthansa die Entscheidung. "In den vergangenen Tagen kam es zu kurzfristigen Krankmeldungen unserer Crews." Europaweit müssten Airlines aus diesen Gründen weitere Flüge streichen.

Fluggäste der Lufthansa würden bei Stornierungen umgehend informiert und möglichst auf andere passende Flüge umgebucht. Alternativ könnten innerdeutsche Zubringerflüge durch Bahnanfahrten zu den Drehkreuzen ersetzt werden, wo dann die Maschinen ins Ausland starteten. Alle diese Schritte seien eine unvermeidbare Massnahme, "mit der die Airline insgesamt für grössere Stabilität des Flugplans über den gesamten Sommer hinweg sorgen will", ergänzte die Lufthansa. Auch die Bodenverkehrsdienste an den Airports leiden unter Personalmangel.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Schüsse bei Bank in Kanada: Zwei Verdächtige tot, sechs Verletzte
International

Schüsse bei Bank in Kanada: Zwei Verdächtige tot, sechs Verletzte

Nach Schüssen bei einer Bank nahe der kanadischen Stadt Vancouver sind zwei Verdächtige getötet und sechs Polizisten verletzt worden. Am späten Dienstagvormittag (Ortszeit) habe die Polizei Hinweise erhalten, wonach zwei bewaffnete Männer eine Bank in der Gemeinde Saanich betreten hätten, teilte die Polizei mit. Nach ihrem Eintreffen seien mehrere Beamte beschossen worden. Zwei Verdächtige wurden von den Einsatzkräften vor Ort getötet. Ersten Erkenntnissen zufolge blieben alle Bankmitarbeiter und andere Beteiligte unverletzt.

Referendum gegen höhere Regierungslöhne im Kanton Schwyz
Regional

Referendum gegen höhere Regierungslöhne im Kanton Schwyz

Im Kanton Schwyz sollen die Stimmberechtigten entscheiden, ob die Regierungsmitglieder höhere Löhne erhalten sollen. Der Bund der Steuerzahler hat gegen die Erhöhung von 200'000 Franken auf 250'000 Franken das Referendum ergriffen, wie er am Mittwoch mitteilte.

Thurgauer Regierung zieht positive Halbzeitbilanz
Schweiz

Thurgauer Regierung zieht positive Halbzeitbilanz

Die Thurgauer Regierung hat am Dienstag in Steckborn eine positive Halbzeitbilanz der Legislaturperiode 2020-2024 gezogen. Von 146 geplanten Massnahmen sind 53 umgesetzt und weitere 83 teilweise umgesetzt.

Wer kann Überflieger Pogacar aufhalten?
Sport

Wer kann Überflieger Pogacar aufhalten?

Tadej Pogacar strebt an der Tour de France seinen 3. Gesamtsieg in Folge an. Die grösste Konkurrenz erwartet den Slowenen aus dem Lager von Jumbo-Visma, mit den beiden Co-Leadern Roglic/Vingegaard.