Luftverkehrsbranche fordert vom Bundesrat Planungssicherheit


News Redaktion
Schweiz / 16.04.21 11:34

Die Luftverkehrsbranche fordert vom Bundesrat Planungssicherheit. Ausserdem: Keine Beschränkungen zwischen Ländern mit ähnlichem Ansteckungsrisiko, freies Reisen für alle, die Coronavirus-geimpft, -genesen oder negativ getestet sind und ein digitaler Impfpass.

Nicht mehr viel Betrieb ist auf dem Flughafen Zürich-Kloten, seit das Coronavirus das Reisen schwieriger gemacht hat. (FOTO: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)
Nicht mehr viel Betrieb ist auf dem Flughafen Zürich-Kloten, seit das Coronavirus das Reisen schwieriger gemacht hat. (FOTO: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Der Luftverkehr sei für die Schweiz von herausragender volkswirtschaftlicher Bedeutung, argumentierten Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite nach einem Aviatik-Gipfel mit Vertretern von Aerosuisse, dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB), dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, von Kapers (Kabinenpersonal) und dem Schweizerischen Arbeitgeberverband.

Immerhin generiere der Luftverkehr in der Schweiz eine Wertschöpfung von mehr als 24 Milliarden Franken pro Jahr, was einem Arbeitsmarkteffekt von mehr als 138000 Vollzeitstellen entspreche. Zahlreiche Arbeitsplätze in der Schweiz und viele Unternehmen hingen von einem funktionierenden Luftverkehr ab, argumentierten Arbeitgeber- und und Arbeitnehmervertreter am Freitag vor den Medien.

Die Flugbranche werde benachteiligt im Vergleich zu anderen Verkehrssektoren, sagte SGB-Chefökonom Daniel Lampart. Nirgends seien die Corona-bedingten Schutzbestimmungen so streng - dabei sei das Ansteckungsrisiko im Luftverkehr nicht besonders gross.

Internationale Anbindung durch den Luftverkehr und Direktverbindungen mit einer Drehscheibe seien für ein kleines Land wie die Schweiz essenziell und ein unverzichtbarer Wirtschaftsstandort-Vorteil, betonte Economiesuisse-Chefökonom Rudolf Minsch.

Gemäss Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) brach das Passagieraufkommen an Schweizer Flughäfen im vergangenen Jahr um drei Viertel ein. Unter dem Titel Back in the Air formulierte der Flughafen Zürich bereits anlässlich des Besuches von Bundespräsident Guy Parmelin am Donnerstag Massnahmen, mit denen die Schweiz zurück zur Reisefreiheit finden solle.

Die Forderungen der Back to the Air-Initiative stiessen bei der Klimastreik-Bewegung umgehend auf Ablehnung. Die klimazerstörende Flugbranche beute Arbeiter und Umwelt aus, und die Forderungen würden noch mehr Leid und Tod durch die Klimakrise verursachen, hielt die Bewegung am Freitag auf Twitter fest.

(sda)


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