Lukaschenko schliesst Einsatz seiner Armee gegen die Ukraine aus


News Redaktion
International / 24.11.22 21:16

Der autoritäre belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko schliesst einen direkten Einsatz seiner Armee im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aus. "Wenn wir uns unmittelbar mit den Streitkräften, mit Soldaten in diesen Konflikt einmischen, tragen wir nichts bei, wir machen es nur noch schlimmer", sagte Lukaschenko nach einer Meldung der Agentur Belta vom Donnerstag in Minsk auf Fragen russischer Journalisten.

ARCHIV - Alexander Lukaschenko: «Wir mischen uns nicht ein.» Foto: Uncredited/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Uncredited)
ARCHIV - Alexander Lukaschenko: «Wir mischen uns nicht ein.» Foto: Uncredited/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Uncredited)

Die seinen Angaben nach 35 000 bis 40 000 Mann starke belarussische Armee werde für Russland das Problem dieses Feldzugs nicht lösen. "Wir mischen uns nicht ein, wir töten niemanden, wir schicken keine Soldaten nach dort, weil es nicht nötig ist", sagte Lukaschenko. Belarus unterstütze Russland, seine Rolle sei aber eine andere.

Lukaschenko hat sein stark von Moskau abhängiges Land als Aufmarschgebiet für russische Truppen zur Verfügung gestellt. Russische Luftangriffe auf die Ukraine werden von dort aus geflogen. Nach Materialverlusten der russischen Armee stellt Belarus Panzer und andere Waffen zur Verfügung. Die Ukraine betrachtet das Nachbarland deshalb als Kriegspartei und hält auch Truppen in Reserve für den Fall, einen direkten Angriff aus Belarus abwehren zu müssen.

Lukaschenko trat für Friedensgespräche zwischen Moskau und Kiew ein. Er behauptete aber, Polen und die USA hinderten die Ukraine an Verhandlungen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Nach Tötungsdelikt in Zürich: Mann soll in Untersuchungshaft
Schweiz

Nach Tötungsdelikt in Zürich: Mann soll in Untersuchungshaft

Nach dem Tötungsdelikt von Zürich-Altstetten am Mittwochabend hat die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft für den ebenfalls schwer verletzten Ehemann der getöteten Frau beantragt. Er soll sobald als möglich befragt werden.

FDP und GLP liefern sich Zweikampf um Schwyzer Regierungsratssitz
Regional

FDP und GLP liefern sich Zweikampf um Schwyzer Regierungsratssitz

GLP oder FDP, Mann oder Frau, Premiere oder Status Quo? Diese Fragen beantworten die Stimmberechtigten am (heutigen) Sonntag im Kanton Schwyz, wo in der Stichwahl der verbleibende Regierungsratssitz vergeben wird.

Yverdon und Schaffhausen gewinnn
Sport

Yverdon und Schaffhausen gewinnn

Yverdon festigt in der 18. Runde der Challenge League mit einem 3:1-Heimsieg gegen Schlusslicht Neuchâtel Xamax den 3. Tabellenrang.

England und USA teilen sich Punkte
Sport

England und USA teilen sich Punkte

Nach dem 1:1 gegen Wales punktet die USA auch gegen England. Dank einer starken Leistung des Aussenseiters bleibt es beim 0:0, wobei die Amerikaner sogar lange einem Torerfolg näher waren.