Luzern erhält höhere Integrationspauschale für Flüchtlinge


Roman Spirig
Regional / 11.09.19 10:12

Der Kanton Luzern erhält vom Bund künftig mehr Geld für die Integration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat das kantonale Umsetzungskonzept zur Integrationsagenda Schweiz (IAS) genehmigt.

Luzern erhält höhere Integrationspauschale für Flüchtlinge (Foto: KEYSTONE /  / )
Luzern erhält höhere Integrationspauschale für Flüchtlinge

Damit sichert sich der Kanton Luzern die Erhöhung der einmaligen Integrationspauschale von 6000 auf 18'000 Franken, wie die Luzerner Regierung am Mittwoch mitteilte. Die Zahlung erfolge rückwirkend auf den 1. Mai 2019. Die Bundesbeteiligung an den Luzerner Integrationskosten steige somit je nach Anzahl Asylentscheide um rund drei bis vier Millionen Franken.

Laut Sozialdirektor Guido Graf betragen die effektiven Kosten für die Integration einer Person 26'000 Franken. Die Kantone sind verpflichtet, die Integration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen durch gezielte Förderung rasch und nachhaltig zu sichern. Die Integrationspauschalen dienen dem Erwerb einer Landessprache und der beruflichen Integration.

Im Umsetzungskonzept des Kantons Luzern sind als neue Massnahmen unter anderem die Einführung einer durchgehenden Fallführung, die vertiefte Potenzialabklärung sowie die Festlegung eines individuellen Integrationsplans festgelegt. Junge Erwachsene sollen neu bis 25 Jahre auf dem Berufsbildungsweg gefördert werden. Darüber hinaus werden Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene über den Integrationsprozess sowie ihre Mitwirkungspflicht gezielt aufgeklärt.

Modellrechnungen ergeben, dass beispielsweise bei erwachsenen Personen, die dank der Integrationsagenda rascher in der Berufswelt Fuss fassen, die öffentliche Hand durchschnittlich rund 90'000 Franken pro Person einsparen kann. Die Erwerbsquote von Flüchtlingen liegt im Kanton Luzern bei über 46 Prozent und damit höher als der Schweizer Durchschnitt.

(sda)


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