Luzern plant für 91 Millionen Franken neues Sicherheitszentrum


Roman Spirig
Regional / 04.11.19 14:12

Der Kanton Luzern plant in Rothenburg ein neues Zentrum, wo ab 2028 die Polizei, die Lebensmittelkontrolle und der Verterinärdienst untergebracht werden sollen. Die Regierung schätzt die Kosten auf 91 Millionen Franken.

Luzern plant für 91 Millionen Franken neues Sicherheitszentrum (Foto: KEYSTONE /  / )
Luzern plant für 91 Millionen Franken neues Sicherheitszentrum

Diese Investition sei "zweifellos ein grosser Brocken", sagte der Luzerner Finanzdirektor Reto Wyss laut Medienmitteilung an der Projektpräsentation vom Montag in Rothenburg.

Aber: "Dieses Projekt ist in der mittel- und langfristigen Finanzplanung seit längerem enthalten und darum finanzierbar", wird der Luzerner Finanzdirektor in einer Medienmitteilung zitiert. Der Finanzhaushalt des Kantons lasse dank des Erfolgs der Finanzstrategie wieder mehr Gestaltungsspielraum zu.

Heute befänden sich die drei Dienststellen in "ungeeigneten, veralteten, zu kleinen oder gekündigten Standorten", heisst es in der Medienmitteilung.

Akut sei der Handlungsbedarf bei der Sicherheits- und Verkehrspolizei, der Stützpunkt Sprengi bei der A2-Ausfahrt Emmen Nord sei massiv überbelegt, heisst es weiter. Die Infrastruktur wie auch die Räumlichkeiten seien veraltet und genügten den heutigen Bedürfnissen "in keiner Weise". Ausserdem würden zugemietete Flächen vom Bundesamt für Strassen wegen Eigengebrauchs per 2023 gekündigt.

Die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz befindet sich heute an der Meyerstrasse in Luzern, das Labor an der Vonmattstrasse. Wegen mangelhafter Sicherheit und einem "völlig veralteten Laborgebäude" komme es immer wieder zu Betriebsausfällen.

In Rotenburg Station verfügt der Kanton über eine grosse Landreserve mit einem rechtskräftigen Bebauungsplan. Das Grundstück liegt an der Wahligenstrasse, direkt am A2-Anschluss neben dem Bahnhof, der auch von mehreren Buslinien angefahren wird. Der Standort ist für die Regierung "ein Glücksfall", sie nennt ihn auch "Jackpot", weil einfach alles stimme.

Die projektierte Geschossfläche beträgt 26'000 Quadratmeter. Platz wird es haben für die Luzerner Polizei mit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz sowie den Veterinärdienst mit je rund 30 Mitarbeitenden. Es bleibt noch eine Flächenreserve von 17'000 Quadratmeter übrig.

Vorgesehen ist, dass 2020 der Planerwettbewerb stattfinden wird, damit 2022 das Bauprojekt und der Kostenvoranschlag dem Parlament vorgelegt werden können. Die Volksabstimmung ist für 2023 geplant, läuft alles nach Wunsch für die Regierung, soll das neue Sicherheitszentrum 2028 in Betrieb genommen werden.

(sda)


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