Coronafälle im Kapuzinerkloster Schwyz - zwei Kapuziner verstorben


Roman Spirig
Regional / 09.11.20 14:49

Im Kapuzinerkloster Schwyz grassiert Corona besonders heftig: Die Hälfte der 16 Kapuziner ist positiv auf das Virus getestet worden. Zwei der Erkrankten verstarben. Auch in den übrigen Teilen der Zentralschweiz steigen die Zahlen weiter.

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus Getesteten steigt in der Zentralschweiz weiter. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/KAY NIETFELD)
Die Zahl der positiv auf das Coronavirus Getesteten steigt in der Zentralschweiz weiter. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/KAY NIETFELD)

Guardian Gebhard Kurmann bestätigte am Montag auf Anfrage von Keystone-SDA einen Artikel des Online-Portals kath.ch. Auch der 78-Jährige wurde positiv getestet, er sei aber wieder gesund.

Die beiden Verstorbenen hatten Vorerkrankungen. Woran sie schliesslich gestorben seien, lasse sich nicht mit Sicherheit sagen, zitierte kath.ch Kurmann.

Die anderen positiv Getesteten sind auf dem Weg der Genesung. Bei zwei Kapuziner nahm die Krankheit laut Kurmann einen schwierigen Verlauf. Sie mussten im Spital beatmet werden, einer sei noch immer hospitalisiert.

Das Kloster befand sich bis zum 27. Oktober in Quarantäne. Aber noch immer lasse man Vorsicht walten, so Kurmann. In den Gängen tragen sowohl die Mitbrüder als auch das Personal Maske.

Gottesdienste würden noch bis am 22. November nur intern gefeiert. Danach finde wieder das normale Programm in der Klosterkirche statt, hiess es weiter.

Im Kanton Schwyz stieg die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen innert 72 Stunden um 220. Seit Freitag verstarben 4 weitere Personen.

Während im Kanton Schwyz wegen der Pandemie die besondere Lage herrscht, wirft der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander der Kantonsregierung vor, ohne wissenschaftliche Basis die vom Bund verhängte Maskenpflicht ausgeweitet zu haben. Er reichte beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein.

Über die Beschwerde hatte am Montag der Bote der Urschweiz berichtet. Im Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF sagte der Nationalrat, er wolle die flächendeckende Maskenpflicht gerichtlich überprüfen lassen.

Es stelle sich die Frage, ob diese nicht zu stark in die Grundrechte eingreife. So sei unklar, welche gesundheitlichen Auswirkungen die Maskenpflicht habe. Er beantrage ein wissenschaftliches Gutachten dazu.

Der Kanton Luzern benötigt zur Bewältigung der zweiten Coronawelle freiwillige Helferinnen und Helfer mit medizinischer Grundausbildung. Interessierte können sich online unter www.lu.ch/freiwilligenarbeit melden.

Wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte, kommt für einen Einsatz etwa in Frage, wer eine Pflegeausbildung oder vier Jahre Medizin studiert hat. Auch Apotheker, Pharmaassistenten, Laboranten oder Samariter können sich melden.

Mögliche Arbeiten seien etwa Einsätze in Drive-in-Testzentren oder in der Administration, heisst es in der Mitteilung weiter. Die finanzielle Entschädigung werde direkt mit den Institutionen besprochen, für welche die Einsätze geleistet würden.

Bis am Sonntagabend um 24 Uhr waren im Kanton Luzern 6784 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine Woche zuvor am 1. November waren es 4561 gewesen.

2319 positiv Getestete waren am Sonntagabend in Isolation, von diesen waren 98 (1. November: 65) im Spital. Seit Beginn der Pandemie waren 49 (33) Luzernerinnen und Luzerner im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

In Nidwalden kamen seit Sonntag 12 neue Fälle hinzu. Insgesamt wurden 680 positiv getestete Personen gezählt. In Obwalden stieg die Zahl der registrierten Coronafälle seit Freitag um 70 auf 588. In Zug gab es innert 72 Stunden 143 neue Fälle, die Zahl der Todesopfer stieg um 1 auf 13. Der Kanton Uri vermeldete am Montag 35 neue Fälle innert 72 Stunden und zählt bislang 589 positiv Getestete sowie 9 Verstorbene.

(sda)


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