Luzerner Gemeinden wählen trotz Corona-Krise


Roman Spirig
Regional / 29.03.20 11:03

Trotz Corona-Krise finden die kommunalen Gesamterneuerungswahlen im Kanton Luzerner am (heutigen) Sonntag statt. In der Stadt Luzern kommt es zum Angriff auf das Amt des Stadtpräsidenten. Bis hier die Resultate vorliegen, dürfte es aber Tage dauern.

Luzerner Gemeinden wählen trotz Corona-Krise (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Luzerner Gemeinden wählen trotz Corona-Krise (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Am Sonntag ist zu den Stadtratswahlen in Luzern nur mit der Bekanntgabe der Wahlbeteiligung zu rechnen, wie die Stadt mitteilte. Die Resultate seien wegen der ausserordentlichen Lage erst in den kommenden Tagen zu erwarten. Eine Prognose machte die Stadt nicht. Auch zu den Wahlen in den Grossen Stadtrat dürften die Resultate erst später vorliegen.

Andere Gemeinden wollen dagegen bereits am Wahltag Ergebnisse präsentieren. Ebikon beispielsweise plant, die Resultate am Sonntag im Verlaufe des Nachmittags vorzulegen. In der Agglomerationsgemeinde treten die fünf bisherigen Gemeinderäte zur Wiederwahl an. SP und Grünliberale fordern diese mit je einer Frauenkandidatur heraus.

Auch die Stadt Kriens rechnet mit dem Vorliegen der Resultate am Nachmittag. Dem Krienser Stimmvolk stehen acht Kandidatinnen und Kandidaten zur Auswahl für die fünf Sitze im Gemeinderat. Der amtierende Gemeindepräsident Cyrill Wiget (Grüne) tritt nicht mehr an, um sein Amt kämpfen Matthias Senn (FDP), Maurus Frey (Grüne) und Cla Büchi (SP).

Die Stadt Sursee dagegen will die Resultate über mehrere Tage hinweg ermitteln. Sie setzte sich zum Ziel, die Ergebnisse bis am Dienstagabend gegen 18 Uhr zu kommunizieren. In Sursee kommt es zur Kampfwahl um das Amt des Finanzvorstehers.

Ein Gerangel um die Regierungssitze gibt es auch in der Stadt Luzern. Alle fünf bisherigen Mitglieder des Stadtrats treten erneut an: Franziska Bitzi Staub (CVP), Adrian Borgula (Grüne), Manuela Jost (GLP), Martin Merki (FDP) und Stadtpräsident Beat Züsli (SP).

Um einen der fünf Stadtratssitze kämpfen zudem Silvio Bonzanigo (SVP), Judith Dörflinger (SP), Skandar Khan (JUSO plus), Rudolf Schweizer (Parteilose - Schweizer PS) sowie Jona Studhalter (Junge Grüne). Züsli wird zudem von Martin Merki und Rudolf Schweizer (parteilos) bei den Stadtpräsidentenwahlen herausgefordert.

Für die 48 Sitze im Luzerner Stadtparlament bewerben sich insgesamt 307 Kandidatinnen und Kandidaten auf 17 Listen. Bei den letzten Wahlen 2016 waren es noch 16 gewesen. Damals kandidierten 270 Personen.

(sda)

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