Luzerner Kantonalbank kann Hauptsitz in Luzern aufstocken


News Redaktion
Regional / 29.11.20 14:09

Die Luzerner Kantonalbank darf ihren Hauptsitz aufstocken. Das Stadtluzerner Stimmvolk hat am Sonntag die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) genehmigt. Diese beinhaltete neben der Bestimmung zum Bankgebäude 20 weitere Änderungen. Zudem kann die Reformierte Kirche im Würzenbachquartier Wohnungen bauen.

Die Luzerner Kantonalbank kann in der Stadt Luzern in die Höhe wachsen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/SIGI TISCHLER)
Die Luzerner Kantonalbank kann in der Stadt Luzern in die Höhe wachsen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/SIGI TISCHLER)

Die Stimmberechtigten haben die Teilrevision der BZO mit einem Ja-Stimmenanteil von 75,9 Prozent gutgeheissen (17610 Ja- gegen 5588 Nein-Stimmen). Die Stimmbeteiligung betrug 49,8 Prozent. Auch die zweite Vorlage mit der Anpassung im Bereich Würzenbachmatte wurde angenommen. Und zwar mit mit einem Ja-Stimmenanteil von 63 Prozent.

Die Teilrevision beinhaltet 21 Anpassungen. So darf etwa die Luzerner Kantonalbank an der Pilatusstrasse ihr Gebäude von fünf auf sieben Geschosse erhöhen, die erlaubte Fassadenhöhe beträgt neu 26 Meter. Höher und dichter gebaut werden darf auch auf dem ewl-Areal und bei der Kooperation Industriestrasse. Angepasst wird auch die zulässige Gebäudehöhe für die Erweiterung des Hauptsitzes der CSS.

Separat abstimmen konnten die Luzernerinnen und Luzerner über eine Umzonung der Würzenbachmatte, wo die Reformierten Kirche Luzern rund 30 preisgünstige Klein- und Alterswohnungen bauen will. Grund für die Aufteilung war, dass die Anpassung im Stadtparlament umstritten war. Im Sinne eines Kompromisses muss die Bauherrin nämlich keinen gemeinnützigen Wohnraum erstellen, sondern verpflichtet sich lediglich, die Mietzinse unter dem quartierüblichen Schnitt ansetzen.

Die Gegner dieses Kompromisses, allen voran die SP, bemängelten, es sei aufwändig, künftig die Mietzinse im Quartier zu bestimmen. Die Kirchgemeinde argumentierte, sie wolle das Grundstück selber überbauen, könne aber nicht selber als gemeinnützige Wohnbauträgerschaft auftreten, die ohne Gewinnabsichten wirtschaftet.

Nach dem Volksentscheid werden die Anpassungen der BZO nun dem Regierungsrat des Kantons Luzern vorgelegt.

(sda)


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