Luzerner Kantonalbank steigert Gewinn im ersten Quartal 2021


Roman Spirig
Wirtschaft / 16.04.21 12:11

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im ersten Quartal 2021 eine deutliche Gewinnsteigerung verbucht. Allerdings war im Vorjahr wegen der Börsenturbulenzen rund um die Coronakrise der Gewinn deutlich beeinträchtigt worden. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank mit einem höheren Gewinn als bisher angenommen.

Luzerner Kantonalbank steigert Gewinn im ersten Quartal 2021 (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Luzerner Kantonalbank steigert Gewinn im ersten Quartal 2021 (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Die Kantonalbank steigerte den Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung um fast 47 Prozent auf 74,1 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte ein um 17 Prozent höherer Konzerngewinn von 54,9 Millionen Franken, wie die Bank am Freitag mitteilte.

Im wichtigsten Geschäftsbereich, dem Zinsengeschäft, konnte die LUKB über die ersten drei Monate den Nettoerfolg um 5,6 Prozent auf 94,5 Millionen Franken steigern. Dabei profitierte das Institut nicht zuletzt von einem um über 50 Prozent rückläufigen Zinsaufwand.

Zulegen konnte die Bank darüber hinaus im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+7,9% auf 29,0 Mio. Fr.). Im Handelsgeschäft resultierte gar eine Zunahme um 47 Prozent auf 15,4 Millionen Franken. Der gesamte Geschäftsertrag lag mit 147,1 Millionen um knapp 27 Prozent über dem Vorjahr.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich derweil um 9,4 Prozent auf 64,8 Millionen Franken. Sowohl der Personal- als auch der Sachaufwand und die Abgeltung für die Staatsgarantie lagen über den Vorjahreswerten. Dennoch verbesserte sich die Cost-Income-Ratio per Ende des Quartals auf 42,6 Prozent (2020: 49,8%).

Die Bilanzsumme der Kantonalbank legte per Ende März auf 49,96 Milliarden Franken zu und lag damit um 2,5 Prozent über dem Wert von Ende 2020. Dabei konnte die Bank im Hypothekargeschäft weiter zulegen: Die Hypothekarforderungen nahmen in den ersten drei Monaten des Jahres um 0,9 Prozent auf 31,2 Milliarden Franken zu.

Einen saisonal typischen Anstieg verzeichneten die weiteren Forderungen gegenüber Kunden, die sich per Ende März auf 4,7 Milliarden Franken beliefen. Darin enthalten sind nach weiteren Rückzahlungen noch COVID-19-Überbrückungskredite in Höhe von 217 Millionen Franken. Insgesamt habe es aufgrund von Corona nur wenig Wertberichtigungen auf Krediten gegeben, teilte die LUKB mit.

Derweil verzeichnete die LUKB im ersten Quartal einen deutlich höheren Nettoneugeldzufluss von 652 Millionen Franken (2020: 388 Mio. Fr.). Zudem erhöhten sich die von der LUKB betreuten Kundenvermögen bis Ende März um 5,2 Prozent auf 34,1 Milliarden Franken.

Nach dem ersten Quartal erhöht die LUKB ihr Gewinnziel für das Gesamtjahr. Man gehe davon aus, dass sich die positive Geschäftsentwicklung der Bank trotz coronabedingter Unsicherheiten fortsetzen werde, hiess es. Für 2021 werde daher ein Konzerngewinn vor Amortisationen Goodwill in Höhe von 220 Millionen nach zuvor 210 Millionen Franken erwartet.

(sda)


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