Luzerner Museumsvereine sprechen sich gegen neuen Standort aus


News Redaktion
Regional / 25.03.21 17:32

Die Freundesvereine des Historischen Museums und des Natur-Museums Luzern lehnen eine Zusammenführung der beiden Häuser im alten Zeughaus auf dem Musegghügel ab. Sie bezweifeln, dass der neue Standort für die Museen geeignet ist.

Die Museumsvereine sind gegen die Pläne, die beiden Luzerner Museen ins alte Zeughaus zu verlegen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
Die Museumsvereine sind gegen die Pläne, die beiden Luzerner Museen ins alte Zeughaus zu verlegen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Noch bis Ende April läuft die Vernehmlassung zum Zusammenschluss von Natur- und Historischem Museum Luzern. Die beiden Museumsvereine, die die Häuser seit 40 Jahren unterstützen, haben dabei die Vorlage abgelehnt, wie sie am Donnerstag mitteilten.

Man könne nicht für etwas stimmen, dessen Folgen man nicht kenne, begründeten sie den Entscheid. Die Luzerner Regierung wolle wegen der Immobilienstrategie die Museen unter einem Dach auf Musegg unterbringen, um das Zeughaus zu nutzen.

Es stelle sich aber die Frage, ob der Standort geeignet sei für ein modernes, innovatives und publikumsnahes Museum. Die Vereine geben zu bedenken, dass sich das Zeughaus in einem Wohngebiet, abseits vom ÖV und belebter Altstadt befinde. Die Lage schmälere die Attraktivität. Sie bemängelten zudem, dass nicht klar sei, warum die Museumsfläche stark verkleinert werden soll.

Der Regierungsrat will das geplante neue Museum für Natur, Geschichte und Gesellschaft 2030 im alten Zeughaus eröffnen. Nötig sind dort Investitionen von bis zu 37 Millionen Franken. Die mit dem Wegzug der Museen vom Kasernenplatz frei werdenden heutigen Museumsgebäude sollen für die geplante Gerichtsmeile genutzt werden.

(sda)


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