Luzerner Rapperin Loredana gewinnt MTV Music Award


Roman Spirig
International / 04.11.19 01:00

Die Luzerner Rapperin Loredana ist bei den MTV Europe Music Awards als beste Schweizer Künstlerin ausgezeichnet worden. Abräumerin bei der Gala im südspanischen Sevilla war US-Sängerin Billie Eilish. Ariane Grande ging trotz sieben Nominierungen leer aus.

Luzerner Rapperin Loredana gewinnt MTV Music Award (Foto: KEYSTONE / EPA / VALDRIN XHEMAJ)
Luzerner Rapperin Loredana gewinnt MTV Music Award (Foto: KEYSTONE / EPA / VALDRIN XHEMAJ)
Luzerner Rapperin Loredana gewinnt MTV Music Award (Foto: KEYSTONE / EPA / VALDRIN XHEMAJ)
Luzerner Rapperin Loredana gewinnt MTV Music Award (Foto: KEYSTONE / EPA / VALDRIN XHEMAJ)

Die 24-jährige Loredana Zefi, gegen die die Luzerner Justiz wegen Verdachts auf Betrug, Erpressung, Nötigung und Drohung ermittelt, setzte sich bei einer Publikumsabstimmung in der Kategorie "Best Swiss Act" gegen die übrigen Nominierten Faber, Stefanie Heinzmann, Monet 192 und Ilira durch. Gemeinsam mit der deutschen Gewinnerin Juju erklärte die Schweizer Künstlerin mit albanischen Wurzeln anschliessend auf Instagram: "Wir haben beide gewonnen! Frauenrap übernimmt! Danke an euch alle von Herzen!"

Mit Hits wie "Sonnenbrille", "Bonnie and Clyde" oder "Romeo & Juliet" feiert Loredana vor allem im Internet Erfolge. Auf Instagram folgen ihr inzwischen über zwei Millionen Personen. Ihre Clips auf Youtube werden millionenfach angeklickt. Sie ist mit Musiker Mozzik verheiratet. Sie haben eine gemeinsame Tochter.

Loredana war im Mai vorübergehend festgenommen worden und sagte mehrere Konzerttermine ab. Ihr wird vorgeworfen, zusammen mit einem Familienmitglied ein Walliser Ehepaar um 700'000 Franken gebracht zu haben. Dazu soll sie sich als "Anna Landmann", eine uneheliche Tochter des Zürcher Milieu-Anwalts Valentin Landmann, ausgegeben haben. Die Rapperin bestreitet die Vorwürfe.

Die amerikanische Sängerin Billie Eilish wurde bei der vom europäischen Ableger des US-Musiksenders MTV ausgetragenen Preisverleihung gleich zweimal ausgezeichnet, nämlich als beste neue Künstlerin und für den besten Song ("Bad Guy"). "Ich danke Euch so sehr für diese Auszeichnung für den besten Song, ich liebe Euch", sagte Billie Eilish in einer Videoübertragung während der Zeremonie.

Mit "Bad Guy" erreichte die 17-jährige Künstlerin im August als erste der Millennium-Generation die Spitze der Billboard-100-Charts in den USA und entthronte damit den Titel "Old Town Road" von Lil Nas X. Eilish machte sich überdies einen Namen, indem sie Millionen von Fans aufgefordert hatte, Ende September an Klimademonstrationen auf der ganzen Welt teilzunehmen.

Zu den weiteren grossen Gewinnern in Sevilla zählten der kanadische Sänger Shawn Mendes als bester Künstler und die US-Amerikanerin Taylor Swift, die als beste amerikanische Künstlerin und für das beste Video ("Me!") ausgezeichnet wurde. Die grosse Favoritin Ariana Grande mit sieben Nominierungen ging leer aus.

Vor der Zeremonie sorgte der Fussballstar Christiano Ronaldo für eine Überraschung, als er mit seiner Frau, dem Supermodel Georgina Rodriguez, auf dem roten Teppich auftauchte.

(sda)

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Viele Ausflügler am sonnigen Pfingstsonntag unterwegs
Schweiz

Viele Ausflügler am sonnigen Pfingstsonntag unterwegs

Am sonnigen Pfingstwochenende sind in der Schweiz viele Naherholungsgebiete sehr gut besucht gewesen. Sehr beliebt waren Ausflugsziele in den Bergen, dies führte teilweise zu verstopften und gesperrten Strassen.

Anscheinend grünes Licht für Formel-1-Rennen in Silverstone
Sport

Anscheinend grünes Licht für Formel-1-Rennen in Silverstone

Den Formel-1-Rennen in Silverstone scheint nichts mehr im Weg zu stehen.

Uno kritisiert Schweizer Gesetzesentwurf für Anti-Terrorgesetz
Schweiz

Uno kritisiert Schweizer Gesetzesentwurf für Anti-Terrorgesetz

Die Uno kritisiert die Gesetzesvorlage des Bundesrates zur Bekämpfung des Terrorismus. Sie warnt in einem Brief an die Regierung vor dem geplanten Gesetz, das unpräzise formuliert sei; dies öffne willkürlichen Freiheitsentzügen Tür und Tor.

Ein Toter bei Protesten in US-Stadt Indianapolis
International

Ein Toter bei Protesten in US-Stadt Indianapolis

Bei Protesten gegen Polizeigewalt ist in der US-Stadt Indianapolis nach einem TV-Bericht mindestens ein Mensch getötet worden. Der Fernsehsender NBC News stützte sich dabei am Sonntag auf Angaben der Polizei.