Luzerner Regierung lehnt separaten Park-and-ride-Planungsbericht ab


News Redaktion
Regional / 27.12.22 00:01

Die Luzerner Regierung will keinen separaten Planungsbericht zu Park-and-ride-Anlagen im Kanton erarbeiten lassen. Das Anliegen einer Motion aus den Reihen der Grünen, solche Anlagen zu fördern, möchte sie im Rahmen des Programms Gesamtmobilität behandeln.

Eine Motion will Park-and-ride-Anlagen im Kanton Luzern fördern. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)
Eine Motion will Park-and-ride-Anlagen im Kanton Luzern fördern. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

Park-and-ride-Anlagen seien ein wesentliches Element einer nachhaltigen Verkehrspolitik, schreibt die grüne Kantonsrätin Korintha Bärtsch in der Motion. Sie fordert von der Regierung eine Gesamtbetrachtung mit Anreizen und Massnahmen, die zur Nutzung solcher Anlagen motivieren.

Für den Erfolg von Park-and-ride-Anlagen brauche es eine Kombination von Massnahmen, schreibt die Regierung in ihrer am Dienstag veröffentlichten Antwort. Und diese gesamtheitliche Betrachtung solle mit dem Projekt Zukunft Mobilität im Kanton Luzern (Zumolu) sichergestellt werden.

Im Rahmen des Programms Gesamtmobilität ab Mitte 2023 würden die in der Motion angesprochenen Park-and-ride-Anlagen respektive die Weiterentwicklung und Realisierung von Verkehrsdrehscheiben behandelt, schreibt die Regierung. Dies müsse jedoch abgestimmt mit der zweiten Phase des Projekts Zumolu erfolgen.

Das Programm Gesamtmobilität will die Regierung dem Kantonsrat "zu gegebener Zeit" unterbreiten. Die Erarbeitung eines separaten Planungsberichts zu Park-and-ride-Anlagen lehnt die Regierung deshalb ab und beantragt, die Motion nur teilweise erheblich zu erklären.

Zumolu ist auch der Grund, weshalb die Regierung die Motion von Maurus Frey ablehnt. Der grüne Kantonsrat möchte den Regierungsrat beauftragen, die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, um Mobility-as-a-Service so weit zu fördern, dass kantonsweit ein flächendeckendes und leicht zugängliches Angebot zu geteilten Verkehrsmitteln entsteht.

Mobility-as-a-Service bezeichnet die einfache Bereitstellung verschiedener Mobilitätsangebote mit der Idee, keine Verkehrsmittel mehr zu besitzen, sondern sie nach Bedarf geteilt zu nutzen.

Das Teilen und Nutzen von Mobilitätsdienstleistungen solle ebenfalls im Rahmen von Zumolu unterstützt und weiterentwickelt werden, schreibt die Regierung in der ebenfalls am Dienstag veröffentlichten Antwort. Sie sehe die Möglichkeit, sich auf nationaler Ebene dafür einzusetzen, dass die Chancen der Digitalisierung für entsprechende Lösungen im Sinne von Zumolu weiter vorangetrieben werden können. Eigene kantonale Lösungen seien aber zu aufwendig und zu teuer.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Hodler-Ausstellung in Vevey: Der Maler und seine grosse Liebe
Schweiz

Hodler-Ausstellung in Vevey: Der Maler und seine grosse Liebe

Das Musée Jenisch Vevey VD öffnet am Freitag die Türen zu seiner neuen Ausstellung "Ferdinand Hodler. Revoir Valentine" (bis 21. Mai). Enthüllt werden die Werke, die der Maler der Frau widmete, die sein Modell, seine Geliebte und die Mutter seiner Tochter war.

Sozialquote in Appenzell Ausserrhoden gesunken
Schweiz

Sozialquote in Appenzell Ausserrhoden gesunken

Im Jahr 2021 haben im Kanton Appenzell Ausserrhoden 1152 Personen finanzielle Leistungen der wirtschaftlichen Sozialhilfe erhalten. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl der Sozialhilfebeziehenden um 11,3 Prozent.

Rechtsgrundlage für russische Gelder an Ukraine besteht
Schweiz

Rechtsgrundlage für russische Gelder an Ukraine besteht

Die Schweizer Rechtsgrundlage zur Verwendung von russischen Geldern für die Ukraine ist laut Strafrechtler Mark Pieth vorhanden. Dafür müsste der Bund aber den russischen Präsidenten Wladimir Putin und kremlnahe Oligarchen als kriminelle Organisation einstufen.

Autofahrer prallt in Sirnach TG in Mauer - tot
Schweiz

Autofahrer prallt in Sirnach TG in Mauer - tot

Ein Autofahrer ist am späten Montagabend in Sirnach TG von der Strasse abgekommen und mit grosser Wucht frontal in die Mauer einer Bahnunterführung geprallt. Er wurde im Fahrzeug eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er vor Ort starb.