Luzerner Regierung setzt sich für Hebammen-App ein


News Redaktion
Regional / 18.02.20 00:01

Eine App, die Frauen mit Neugeborenen Zugang zur Betreuung durch Hebammen garantieren soll, stösst bei der Luzerner Kantonsregierung auf offene Ohren. Sie möchte das Projekt "Hebamme Zentralschweiz" mitfinanzieren können und will dafür das Gesetz anpassen.

Die Vermittlung von Hebammen soll künftig in der Zentralschweiz per App erfolgen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/JULIAN STRATENSCHULTE)
Die Vermittlung von Hebammen soll künftig in der Zentralschweiz per App erfolgen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/JULIAN STRATENSCHULTE)

Seit 2017 ist die Vermittlung von Hebammen, die zuvor der Verein Hebammenzentrale Zentralschweiz ehrenamtlich sicherstellte, kostenpflichtig. Seither ging die Anzahl Vermittlungen deutlich zurück. Doch das Angebot entspreche einem Bedürfnis, hält der Regierungsrat in einer Antwort auf ein Postulat von Kantonsrätin Noëlle Bucher (Grüne) fest, die er am Dienstag veröffentlichte.

Der Verein plant ein neues Versorgungsmodell, das per App Hebammen vermittelt und deren Einsätze für die Wochenbettbetreuung koordiniert. Zur Anschubfinanzierung sind 120000 Franken nötig, die jährlichen Kosten belaufen sich auf 130000 Franken. Ähnliche Projekt haben sich in anderen Kantonen bereits bewährt.

Bucher forderte, der Regierungsrat soll den Aufbau und die Umsetzung des Projekts finanziell sicherstellen und einen Leistungsauftrag abschliessen. Die Regierung empfiehlt, das Postulat teilweise als erheblich zu erklären.

Die Regierung hält fest, sie finde es richtig, dass der Kanton grundsätzlich die Möglichkeit habe, solche Projekte mitzufinanzieren. Es müsse dafür eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden. Dies soll bei der anstehenden Revision des Gesundheitsgesetzes passieren. Eine finanzielle Unterstützung durch den Kanton würde in Form eines Leistungsauftrags erfolgen.

Ziel sei es, mit dem Projekt ein professionelles Netzwerk zu realisieren, zuerst im Kanton Luzern, später in der ganzen Zentralschweiz. Dazu soll ein dreijähriges Pilotprojekt lanciert werden.

Die Kosten für die Vermittlung sollten laut der Regierung in der Fallpauschale für die Spitäler und/oder im Hebammentarif mitberücksichtigt werden. Im Fall der Berücksichtigung in der Fallpauschale würde sich der Kanton mit 55 Prozent daran beteiligen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Süsser Kater als Verkehrspolizist - Japans Polizei mit
International

Süsser Kater als Verkehrspolizist - Japans Polizei mit "kawaii"-Kultur

In Japan hat die Polizei einen Kater zum Verkehrspolizisten ernannt. Mit einem kleinen Fahrradhelm auf dem Kopf tritt der zehnjährige Pitaro in einem Youtube-Video der Polizeiverwaltung der Präfektur Shimane auf, um die Bürgerinnen und Bürger zu ermuntern, es Pitaro gleichzutun und ebenfalls Helm zu tragen. Mit seinem niedlichen Aussehen vermittele Pitaro Männern und Frauen jeden Alters die Bedeutung der Verkehrssicherheit, erklärte ein Sprecher der Polizeiverwaltung am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur das Ziel der tierisch süssen Aufklärungskampagne.

Breel Embolo schiesst die Schweiz zum Sieg
Sport

Breel Embolo schiesst die Schweiz zum Sieg

Die Schweizer Nationalmannschaft startet mit einem Sieg in die WM 2022 in Katar. Sie gewinnt das erste Gruppenspiel gegen Kamerun 1:0. Ausgerechnet Breel Embolo löst mit seinem Tor den Knopf.

Mindestens 13 Verwundete bei Beschuss von Millionenstadt Dnipro
International

Mindestens 13 Verwundete bei Beschuss von Millionenstadt Dnipro

Bei erneuten russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Industriestadt Dnipro sind mindestens 13 Menschen verletzt worden.

Nationale Sicherheit in Gefahr: USA verbannen Huawei-Geräte
International

Nationale Sicherheit in Gefahr: USA verbannen Huawei-Geräte

Die US-Regierung verbietet den Verkauf und Import von Kommunikationsgeräten der chinesischen Smartphonehersteller und Netzwerkausrüster Huawei und ZTE. Sie stellten ein inakzeptables Risiko für die nationale Sicherheit dar.