Luzerner Regierung soll Strategie zur Klimakrise erarbeiten


Roman Spirig
Regional / 24.06.19 12:11

Der Luzerner Regierungsrat soll aufzeigen, wie der Kanton die CO2-Emissionen einschränken und sich vor den Folgen des Klimawandels schützen könnte. Von zu starken Eingriffen, etwa ein Netto-Null-Ziel für 2030, hält der Kantonsrat aber nichts.

Luzerner Regierung soll Strategie zur Klimakrise erarbeiten (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Luzerner Regierung soll Strategie zur Klimakrise erarbeiten (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Der Kantonsrat hat ein Postulat der CVP-Fraktion diskussionslos und einstimmig überwiesen. Demnach muss der Regierungsrat mögliche Auswirkungen und Gefahren, die die Klimaerwärmung im Kanton haben könnten, aber auch Massnahmen zum Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels, in einem Bericht aufzeigen.

Ferner hiess der Kantonsrat ein Postulat von Josef Schuler (SP) mit 94 zu 14 Stimmen gut. Auch Schuler verlangte einen Bericht. Ihm geht es aber vor allem um die negativen Auswirkungen extremer Hitze- und Trockenperioden sowie um die Trinkwasserversorgung.

Der Kanton müsse sich proaktiv mit dem veränderten Klima auseinandersetzen, erklärte Schuler. Es sollte allen klar sein, dass Klimaschutz und Schutz vor den Folgen der Klimaerwärmung nicht gratis zu haben seien.

Gegen Schulers Postulat war einzig die SVP. Schulers Postulat gehe wie das von Peyer in die richtige Richtung, fanden dagegen die anderen Fraktionen. Michael Kurmann (CVP) sagte, mit den Berichten werde das künftige Handeln auf ein solides Fundament gestellt.

Keine Chance hatte eine Forderung von Jonas Heeb (Grüne). Heeb möchte, dass das Ziel, netto null CO2-Emissionen zu haben, 2030 erreicht werde. Heeb sagte, dies sei eine Forderung der jungen Menschen.

Die Mehrheit des Kantonsrats argumentierte aber, dass die Massnahmen gegen den Klimawandel planbar und schrittweise umgesetzt werden müssten. Ludwig Peyer (CVP) sagte: "Wir sollen uns nicht selber überholen." Heebs Postulat wurde mit 71 zu 40 Stimmen abgelehnt.

Auf Unterstützung stiess aber eine Motion von Andras Özvegyi (GLP), die mit 69 zu 42 Stimmen überwiesen wurde. Dabei geht es um einen Bericht, das Ziel, bis 2050 netto null Emissionen zu erreichen.

(sda)


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