Luzerner Regierung will breitgefächerten Gleichstellungsbericht


News Redaktion
Regional / 18.02.20 00:01

Die Diskriminierung und Gleichberechtigung von LGBTI-Personen im Kanton Luzern erhält neue Aufmerksamkeit. Der Regierungsrat möchte einen Gleichstellungsbericht in Auftrag geben, der auch diese Menschen miteinbezieht. Er will dafür 85'000 Franken bereitstellen.

Die Luzerner Regierung will auch die Diskriminierung von LGBTI-Personen untersuchen lassen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/ANDREJ CUKIC)
Die Luzerner Regierung will auch die Diskriminierung von LGBTI-Personen untersuchen lassen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/ANDREJ CUKIC)

Die Kantonsregierung empfiehlt dem Parlament, eine Motion der Kommission Gesundheit, Arbeit und soziale Sicherheit (Gask) zu überweisen, wie sie am Dienstag mitteilte. Die Kommission fordert einen wissenschaftlichen Grundlagenbericht über die Gleichstellung. Er soll bestehende und neue Massnahmen der Gleichstellungspolitik aufzeigen.

In seiner laufenden Strategie zur Gleichstellungspolitik widmet sich der Kanton der Chancengerechtigkeit von Mädchen und Buben. Zuvor lag der Fokus auf der Lohngleichheit. Aspekte der Diskriminierung und Gleichberechtigung von LGBTI-Personen, also lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuell/transgender und intersexuelle, seien bisher nicht Gegenstand von kantonalen Strategien gewesen, hält die Regierung fest.

Der externe Grundlagenbericht, den sie in Auftrag geben will, müsse sich mit vielfältigen Themen befassen - von Bildung über Familienmodelle bis hin zu häuslicher Gewalt, diskriminierender Darstellung in Medien oder Werbung sowie Chancengleichheit innerhalb der Verwaltung.

Der Regierungsrat werde ausgehend vom Grundlagenbericht Empfehlungen zur Gleichstellung im Kanton Luzern erarbeiten und zuhanden des Kantonsrats einen Rechenschaftsbericht auflegen. Die Dienststelle Soziales und Gesellschaft wird mit der Begleitung des Mandats beauftragt.

(sda)


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