Luzerner Regierungsrat will mehr Geld in die Pädagogische Hochschule stecken


Roman Spirig
Regional / 02.07.19 10:57

Der Kanton Luzern erhöht den Trägerbeitrag an die Pädagogische Hochschule (PH) Luzern, die im Jahr 2018 zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen geschrieben hatte. Laut der Luzerner Regierung ist die Institution strukturell unterfinanziert.

Luzerner Regierungsrat kommt Forderung der PH nach mehr Geld nach (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Luzerner Regierungsrat kommt Forderung der PH nach mehr Geld nach (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Die Erhöhung des Trägerbeitrags für die kommenden vier Jahre erfolgt schrittweise. 2020 sind es 720'000 Franken mehr, 2023 dann 860'000 Franken. Die Beträge werden im Aufgaben- und Finanzplan AFP 2020-2023 eingestellt, wie der Regierungsrat am Dienstag mitteilte. Gleichzeitig fordert er die PH Luzern auf, weitere Sanierungsmassnahmen einzuleiten.

Der Kanton Luzern zahlte 2018 mit 31,4 Millionen Franken den grössten Anteil an die Bildungsstätte. 21,6 Millionen Franken kamen von den übrigen Kantonen.

Obwohl die Studierendenzahl an der PH Luzern in der Vergangenheit gewachsen war, schloss sie 2018 bei Nettoerlösen von 65,1 Millionen Franken mit einem Minus von 2,3 Millionen Franken ab und rutschte damit noch tiefer in die roten Zahlen als im vorausgegangenen Jahr, als sie erstmals überhaupt seit ihrer Gründung 2013 einen Fehlbetrag vermelden musste.

Das Minus wäre noch grösser ausgefallen, hätte die PH Luzern ihre Kosten nicht um 1 Million Franken gesenkt. Im Tätigkeitsbericht hiess es, der Kanton Luzern müsse die Finanzierungsstruktur der PH verbessern. Ursache für das Defizit seien nämlich die Kürzungen des kantonalen Trägerbeitrags sowie geringere Beiträge der Herkunftskantone pro Studierenden gemäss Fachhochschulvereinbarung (FHV).

Die PH Luzern sei gemäss Zahlen des Bundesamtes für Statistik die kostengünstigste aller 16 Pädagogischen Hochschulen. Für den Studienbeginn im September 2019 haben sich insgesamt 578 Studierende neu eingeschrieben.

(sda)


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