Luzerner Sekundarschulen starten mit Lehrplan 21


Roman Spirig
Regional / 13.08.19 11:32

Mit dem neuen Schuljahr beginnt für 4100 Kinder die obligatorische Schulzeit im Kanton Luzern. An der Sekundarschule wird der Lehrplan 21 eingeführt.

Luzerner Sekundarschulen starten mit Lehrplan 21 (Foto: KEYSTONE / MELANIE DUCHENE)
Luzerner Sekundarschulen starten mit Lehrplan 21 (Foto: KEYSTONE / MELANIE DUCHENE)

Seit 2017 gilt der Deutschschweizer Lehrplan bereits an den Luzerner Kindergärten und Primarschulen. Wie die Dienststelle Volksschulbildung am Dienstag mitteilte, wird nun auch an den ersten Klassen der Sekundarschule nach neuem Lehrplan unterrichtet. Schulstart ist in den meisten Gemeinden am 19. August, in 16 Gemeinden hat die Schule diese Woche bereits gestartet.

Mit dem Lehrplan 21 werden die Ziele der Bildungsstufen schweizweit harmonisiert. Er beschreibt in Form von Kompetenzen, was Schülerinnen und Schüler im Verlaufe der obligatorischen Schule lernen. Zentrale Aspekte sind gehaltvolle Aufgaben, die Förderung der überfachlichen Kompetenzen sowie vielfältige Unterrichtsmethoden.

In mehreren Fächern wird die Lektionenzahl erhöht, damit die Anforderungen des Lehrplans erfüllt werden können. Für verschiedene Fächer werden mit der Lehrplaneinführung auch neue Lehrmittel eingeführt.

In der Sekundarschule fallen zunächst neue Fächerbezeichnungen auf, die zum Teil auch neue Inhalte bringen. So wird der Themenbereich "Medien und Informatik" neu in einem eigenen Fach unterrichtet. Es umfasst drei Aspekte: Informatik, Medien und Anwendungsfragen.

"Räume, Zeiten, Gesellschaft" (RZG) umfasst die beiden bisherigen Fächer Geschichte und Geografie: Die Inhalte werden vermehrt themenbezogen bearbeitet. "Natur und Technik" löst das bisherige Fach Naturlehre ab und umfasst zusätzliche Themen. "Wirtschaft, Arbeit, Haushalt" (WAH) erweitert die Themenbereiche des bisherigen Fachs Hauswirtschaft um Fragen aus dem gesellschaftlichen Leben.

Insgesamt gehen im Kanton Luzern im Schuljahr 2019/2020 rund 41'000 Lernende zur Schule. Sie alle werden von insgesamt 5600 Lehrpersonen betreut und unterrichtet. 4100 Kinder treten neu in den Kindergarten oder in die Basisstufe ein.

Für hochbegabte Lernende der 3. bis 6. Primarklasse gibt es neu Ateliers, in denen an einem oder zwei Halbtagen Themen wie Chinesisch, Robotik oder auch Denksport und Philosophie bearbeitet werden. Die Anmeldungen für diese Ateliers übertreffen die Erwartungen, so dass noch zusätzliche Ateliers bereitgestellt werden. Im Sonderschulbereich werden die Angebote für Lernende mit Autismus ausgebaut.

(sda)


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