Luzerner Stadtbevölkerung spricht sich gegen "Spange Nord" aus


News Redaktion
Regional / 27.09.20 14:13

Auch das Stadtluzerner Stimmvolk spricht sich gegen das Strassenbauprojekt "Spange Nord" aus. Mit einem Ja-Stimmenanteil von 72,65 Prozent hat es die SP-Initiative angenommen, die das Vorhaben ablehnt und von der Stadtregierung Alternativen fordert.

Die Gegner der
Die Gegner der "Spange Nord" konnten die Mehrheit der Stadtluzerner Stimmberechtigten überzeugen: Die SP-Initiative wurde angenommen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

22368 stimmten für die Initiative, 8419 lehnten sie ab. Die Stimmbeteiligung lag bei 60,12 Prozent.

Mit der Initiative Spange Nord stoppen - Lebenswerte Quartiere statt Stadtautobahn soll der Bau eines neuen Autobahnzubringers im Norden der Stadt vorzeitig verhindert werden. Die Initiative fordert neben dem Einsatz der Stadtregierung gegen das Projekt, dass der Stadtrat Alternativvorschläge zur Lösung der Verkehrsprobleme macht.

Bereits das Stadtparlament und der Stadtrat hatten die Initiative unterstützt und sie als als Gelegenheit für einen Neustart in der Luzerner Verkehrspolitik und im Verhältnis zwischen Stadt und Kanton bezeichnet.

Die Spange Nord ist ein Projekt des Kantons Luzern und soll die vom Bund geplante Stadtumfahrung Bypass ergänzen. Der Kanton redimensionierte allerdings im letzten Oktober das Vorhaben: Auf die östliche Zufahrtsstrasse vom Maihof her soll verzichtet und die Autobahn nur noch von der Fluhmühle her mit einer Brücke über die Reuss erschlossen werden. Doch auch diese Lösung stösst in der Stadt auf Kritik.

Weiter genehmigte das Stimmvolk mit einem Ja-Stimmenanteil von 86,97 Prozent den Sonderkredit von 22,35 Millionen Franken für die Sanierung und den Erweiterungsbau der Schulanlage St. Karli. 27109 Personen stimmten dafür, 4062 dagegen.

(sda)


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