Luzerner Stadtparlament unterstützt neue Pensionskassenregeln


Roman Spirig
Regional / 27.10.22 15:52

Das Luzerner Stadtparlament stellt sich nicht gegen die Pläne der Stadtregierung, den Umwandlungssatz der Pensionskasse zu senken. Es hiess die entsprechende Revision mit 34 zu 0 Stimmen bei 15 Enthaltungen gut. Ein Rückweisungsantrag der vorberatenden Kommission war nicht erfolgreich.

Luzerner Stadtparlament unterstützt neue Pensionskassenregeln (Foto: KEYSTONE / CHRISTOF SCHUERPF)
Luzerner Stadtparlament unterstützt neue Pensionskassenregeln (Foto: KEYSTONE / CHRISTOF SCHUERPF)

Weil der Pensionskasse der Stadt Luzern (PKSL) das Geld auszugehen droht, soll der Umwandlungssatz von 5,7 auf 5 Prozent sinken. Für die Angestellten der Stadt Luzern und die Stadt selber bedeutet dies höhere Beiträge, um negative Auswirkungen auf die Renten abzufedern.

Ein SP-Sprecher fasste die vorgelegte Lösung mit dem Satz "schlechtere Leistungen zu einem höheren Preis" zusammen. Er unterstützte damit den Antrag der Geschäftsprüfungskommission (GPK), die Totalrevision des Finanzierungsreglements der PKSL an den Stadtrat zur Überarbeitung zurückzuweisen.

Fast alle Ökonomen gingen davon aus, dass eine Zinswende eingetreten sei, sagte der Sprecher der SP-Fraktion. Die Situation habe sich somit seit dem Sommer geändert. Der Umwandlungssatz müsse demnach weniger oder gar nicht gesenkt werden.

Dies blieb aber letztlich eine Minderheitenmeinung. So begrüsste die GLP den tieferen Umwandlungssatz. Es wäre unverantwortlich, die Vorlage zurückzuweisen, weil es rund zwei Jahre dauern würde, bis ein neues Reformpaket ausgearbeitet sei, erklärte ihre Sprecherin.

Auch Finanzdirektorin Franziska Bitzi Staub (Mitte) setzte sich für die Revision ein. Die Senkung des Umwandlungssatzes sei durch die Zinswende nicht überflüssig geworden, denn die Zinsen seien nur einer von vielen massgebenden Faktoren. Die höheren Beiträge seien sowohl für die Arbeitnehmenden als auch die Arbeitgebenden tragbar.

Die Pensionskasse der Stadt Luzern zählt heute über 3700 aktive Versicherte und rund 2300 Rentenbeziehende. Neben der Stadt Luzern versichern etwa auch ewl, vbl und Viva Luzern ihr Personal bei der PKSL.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Petra Gössi von Partei für National- und Ständerat nominiert
Regional

Petra Gössi von Partei für National- und Ständerat nominiert

Die FDP des Kantons Schwyz hat an ihrer Nominationsversammlung einstimmig Petra Gössi für den Kampf um den frei werdenden Ständeratssitz nominiert. Die Delegierten folgten damit dem Vorschlag der Parteispitze.

Ringier überarbeitet seine
Schweiz

Ringier überarbeitet seine "publizistischen Führungsprinzipien"

Rund zwei Wochen nach dem Bekanntwerden möglicher Corona-Leaks hat der Verwaltungsrat von Ringier eine Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines "publizistischen Leitbildes" für die Gruppe eingesetzt. Gleichzeitig stellt er sich "uneingeschränkt" hinter CEO Marc Walder.

Sabalenka ohne Satzverlust in den Final
Sport

Sabalenka ohne Satzverlust in den Final

Die als Nummer 5 gesetzte Aryna Sabalenka zieht nach einem 7:6 (7:1), 6:2 gegen Magda Linette ohne Satzverlust in den Final des Australian Open ein. Dort trifft sie auf Jelena Rybakina.

Visa steigert Gewinn und Erlöse kräftig
Wirtschaft

Visa steigert Gewinn und Erlöse kräftig

Der Kreditkarten-Riese Visa verdient trotz hoher Inflation und Rezessionssorgen weiter glänzend. Im ersten Geschäftsquartal (bis Ende Dezember) legten die Erlöse im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar zu.