Luzerner Stadtrat lanciert sieben Projekte am linken Seeufer


Roman Spirig
Regional / 17.06.21 16:05

Der Luzerner Stadtrat packt die Aufwertung des linken Seeufers zwischen KKL und Tribschenhorn an. Er hat am Donnerstag ein Entwicklungskonzept präsentiert, das sieben Projekte beinhaltet - vom Pop-up-Park über weniger Autoverkehr bis zur Schattenachse. Knackpunkt ist das Inseli.

Luzerner Stadtrat lanciert sieben Projekte am linken Seeufer (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Luzerner Stadtrat lanciert sieben Projekte am linken Seeufer (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Weil das Stimmvolk 2017 ein autofreies Inseli verlangt hatte, gleiste die Stadt in der Folge eine gesamtheitliche Entwicklung des linken Seeufers auf, das heute heterogen genutzt wird, von Badenden genauso wie von Firmen oder der Määs.

Mit dem Entwicklungskonzept, das der Stadtrat dem Parlament unterbreitet, sollen die Verbindung der einzelnen Räume und der Bezug zum See in den nächsten 15 Jahren verbessert werden. Bis 2023 startet die Stadt dazu sieben Projekte, die insgesamt knapp 1 Million Franken kosten.

Eines davon ist die Neugestaltung des Inseli. Einen Projektwettbewerb dafür sistiert die Stadt allerdings wegen fehlendem Spielraum. So sei nämlich einerseits die Luzerner Määs mit einer Erweiterung der Grünfläche nicht vereinbar. Anderseits würden Teile des Areals während dem Bau des Durchgangsbahnhofs genutzt.

Besonders während der Bauzeit solle das Inseli ein Freiraum sein, sagte Baudirektorin Manuela Jost (GLP) vor den Medien. Eine Määs durchzuführen, werde in dieser Zeit schwierig sein. Einen Alternativstandort habe man aber noch nicht.

Noch dieses Jahr solle nun eine Machbarkeitsstudie fürs Inseli starten. Der Carparkplatz wird frühstens 2023 zugunsten einer Zwischennutzung aufgehoben, eine Lösung für die Carparkierung sei auf gutem Weg, sagte Jost.

110 Parkplätze sollen zudem beim Alpenquai aufgehoben werden um dort eine grüne Fussgänger- und Veloverbindung zu realisieren, die Alpenquaistrasse dürfte autofrei werden. Für 250000 Franken will der Stadtrat zudem die Tribschenstrasse mit neuen Bäumen zu einer Schattenachse machen. Beides sind Gemeindestrassen.

Bereits gestartet ist die ökologische Aufwertung der Uferabschnitte bei den Brutinseln. Die Veränderungen sollen rasch sichtbar sein und der Bevölkerung einen Mehrwert bringen, sagte Jost.

So wird bereits im nächsten Sommer bei der SNG-Werft unterhalb des Wertstegs ein Pop-up-Park für vorerst drei Jahre entstehen. Dafür müssen 28 Parkplätze weichen, das Projekt kostet 218000 Franken. Weiter soll eine Vorstudie zur Neugestaltung des Werftplatzes erstellt werden und eine Machbarkeitsstudie zum Apothekergärtli auf dem Dach der Motorboothalle bei der Ufschötti.

Als nächstes kommt das Geschäft ins Stadtparlament, das in der Dezembersession darüber beraten wird.

(sda)


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