Luzerner Stadtrat will Digitalisierungs-Chefs und Datenschützer


Roman Spirig
Regional / 27.09.21 14:00

Die Luzerner Stadtverwaltung soll Digitalisierungsverantwortliche für die fünf Direktionen und eine neue Fachstelle für Informationssicherheit und Datenschutz erhalten. Der Stadtrat fordert für zusätzliches Personal 13 Millionen Franken für die nächsten zehn Jahre.

Luzerner Stadtrat will Digitalisierungs-Chefs und Datenschützer (Foto: KEYSTONE / DPA / SILAS STEIN)
Luzerner Stadtrat will Digitalisierungs-Chefs und Datenschützer (Foto: KEYSTONE / DPA / SILAS STEIN)

Die Stadt Luzern verfügt seit 2020 über eine Dienstabteilung Digital, die mit 6,5 Vollzeitstellen dotiert ist. Der Stadtrat hat deren Tätigkeit beleuchtet und seine Digitalstrategie in einem Bericht aufgezeigt, den er am Montag veröffentlichte.

Die Digital-Abteilung sei vor allem mit verwaltungsinternen Projekten beschäftigt und habe weitere Erwartungen geweckt, die sie mit den vorhandenen Ressourcen nicht leisten könne. Es gelte, deren Verantwortlichkeit zu schärfen und ihr auch verwaltungsexterne Projekt zu ermöglichen, die einen Mehrwert für die Bevölkerung bieten.

Um dies zu gewährleisten beantragt der Luzerner Stadtrat dem Parlament, die nötigen Stellen in der Verwaltung zu schaffen. Zum einen sollen die Direktionen Ressourcen für je eine Person erhalten, die über das notwendige Knowhow der digitalen Transformation verfügt. Dazu sollen 250 Stellenprozente neu geschaffen werden. Die fünf Direktionen müssten aus bestehenden Ressourcen je 40 bis 50 Prozent beisteuern.

Die Dienstabteilung Digital soll zum einen eine Fachstelle Informationssicherheit und Datenschutz aufbauen und dazu zusätzlich eine Datenschutzberater und einen Informationssicherheitsspezialisten anstellen. Zudem soll sie Verstärkung erhalten für Innovationsprojekte.

Insgesamt beantragt die Regierung für die Personalkosten auf zehn Jahre gerechnet 12,85 Millionen Franken, dazu kommen knapp eine Million Franken Sachkosten. Die vorhandenen Ressourcen seien ungenügend, um die rund hundert laufenden Projekte in der Stadtverwaltung zu realisieren und gleichzeitig im Bereich Smart City aktiv zu werden, also um mit Hilfe von Technologie und Daten die Lebensqualität und die Standortattraktivität zu steigern.

(sda)


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