Luzerner Taxifahrer wegen Drogenhandel verurteilt


Roman Spirig
Regional / 24.11.20 11:53

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen 59-jährigen Drogendealer zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten verurteilt. Der Taxichauffeur wird der mehrfachen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen.

Luzerner Taxifahrer wegen Drogenhandel verurteilt (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Luzerner Taxifahrer wegen Drogenhandel verurteilt (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

479 Tage, die er bereits in der Untersuchungshaft und im vorzeitigen Strafvollzug verbracht hat, werden ihm angerechnet, wie aus dem am Montag veröffentlichten Urteil hervorgeht. Das Urteil ist rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten beantragt.

Der Mann war am 25. Juni 2019 verhaftet worden, nachdem er einem verdeckten Fahnder 2 Gramm Kokain für 200 Franken verkauft hatte. Er zeigte sich laut Urteil von Beginn an geständig, mit Kokain gedealt zu haben.

Der Mann betrieb die Drogengeschäft laut Gericht aus rein finanziellen Gründen. So gab er zu Protokoll, er habe Kokain verkauft um sein Sackgeld aufzubessern. Was als Motiv in keiner Art und Weise schützenswert ist, hält das Gericht fest. Er selber konsumierte laut eigenen Angaben keine Suchtmittel.

Der Mann hatte sich darauf eingerichtet, durch den Drogenhandel regelmässige Einkünfte zu erzielen. Der hoch Verschuldete erwirtschaftete im entsprechenden Zeitraum nur ein geringes legales Einkommen von rund 1500 Franken und finanzierte sich einen wesentlichen Teil seiner Lebenshaltungskosten mit dem Erlös aus den Drogengeschäften.

Das Gericht beurteilt das objektive und das subjektive Tatverschulden als mittelschwer. Er habe sich wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz - begangen als schwerer Fall - zu verantworten.

Der Mann betrieb während gut 3,5 Jahren einen regen Drogenhandel. Er handelte mit rund 1,3 Kilogramm reinem Kokain. Bereits bei 18 Gramm reinem Kokain liegt laut Gesetz ein schwerer Fall vor. Mit seinem Kokainhandel war - wie er laut Gericht wusste - eine erhebliche Gefährdung für die Gesundheit einer grossen Anzahl von Menschen verbunden. Es müsse bei ihm von einer hohen kriminellen Energie ausgegangen werden.

(sda)


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