Marco Schwarz bleibt der Favorit - Aerni mit guter Abfahrt


Roman Spirig
Sport / 11.02.19 13:42

Zwei Schweizer schafften es in der Kombinations-Abfahrt der WM in Are in die Top 10, doch die Favoriten auf die Medaillen sind drei andere, allen voran der Österreicher Marco Schwarz.

Marco Schwarz bleibt der Favorit - Aerni mit guter Abfahrt  (Foto: KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
Marco Schwarz bleibt der Favorit - Aerni mit guter Abfahrt (Foto: KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Der italienische Super-G-Weltmeister Dominik Paris legte auf der wegen Windes verkürzten Abfahrt ab Reserve-Start eine Bestzeit hin, derweil sich Carlo Janka und Mauro Caviezel mit rund sechs Zehnteln Rückstand in den Rängen 7 und 8 einreihten.

Im Kampf um die Medaillen sind jedoch jene drei Fahrer zu favorisieren, die schon in Wengen in der einzigen Weltcup-Kombination des Winters die ersten drei Ränge belegten. Im Berner Oberland gewann der Österreicher Marco Schwarz vor den beiden Franzosen Victor Muffat-Jeandet und Alexis Pinturault, und in Are beendete dieses Trio die Kombi-Abfahrt ebenfalls in dieser Reihenfolge in den Positionen 21, 23 und 24.

Schwarz verlor 1,25 Sekunden auf die Bestzeit von Paris, was im Slalom eigentlich aufzuholen sein müsste. Muffat-Jeandet (1,49 Sekunden) und der nach der Abfahrt über leichte Knieschmerzen klagende Pinturault (1,52 Sekunden) handelten sich eine etwas grössere Hypothek ein.

Eine überraschend gute Abfahrt gelang dem Berner Titelverteidiger Luca Aerni. Der Kombinations-Weltmeister von 2017 in St. Moritz setzte sich in der Abfahrt an die 20. Stelle, unmittelbar vor Schwarz, dem er zwei Hundertstel abnahm. Aerni tat sich in diesem Winter im Slalom unerwartet schwer. Besser als 16. war er nie, doch er verfügt natürlich von den Schweizern über die klar besten Möglichkeiten zwischen den eng gesetzten Stangen. Mit seiner Abfahrts-Leistung hielt sich Aerni zumindest offen, wie schon vor zwei Jahren eine Überraschung zu schaffen.

Im Kombinations-Slalom, dies lehrt die Erfahrung, sind Umstürze nichts Ungewöhnliches. Vielleicht kann ja auch einer der Abfahrer wie Caviezel, vor zwei Jahren in St. Moritz WM-Dritter in der Kombination, über sich hinauswachsen.

(sda)


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