Massnahmen-Lockerung: Das ist ab Montag wieder möglich


Roman Spirig
Schweiz / 15.04.21 16:00

Der Bundesrat hat am Mittwoch den zweiten Corona-Öffnungsschritt beschlossen. Ab Montag, 19. April, sind verschiedene zurzeit verbotene Aktivitäten wieder erlaubt - mit Einschränkungen bei der Teilnehmerzahl und Regeln wie Abstandhalten und Maskentragen. Ein Überblick:

Massnahmen-Lockerung: Das ist ab Montag wieder möglich (Foto: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Massnahmen-Lockerung: Das ist ab Montag wieder möglich (Foto: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)

- RESTAURANTTERRASSEN: Restaurants können ihre Terrassen wieder öffnen. Es gilt eine Sitzpflicht. Die Maske darf nur während der Konsumation abgelegt werden. Pro Tisch sind maximal vier Personen erlaubt. Von sämtlichen Person müssen die Kontaktdaten erhoben werden. Zwischen den Tischen muss ein Abstand von anderthalb Metern eingehalten oder eine Abschrankung angebracht werden. Wie gross eine Terrasse/ein Aussenbereich maximal sein darf und wie viele Tische/Gäste je Restaurant-Terrasse maximal möglich sind gibt der Bund nicht vor. Dies sei Sache der Kantone, Städte und Gemeinden. 

- FREIZEITBETRIEBE: Öffentlich zugängliche Freizeit- und Unterhaltungsbetriebe können wieder öffnen. Damit sind auch Zoos und botanische Gärten wieder vollständig zugänglich. In Innenräumen muss immer eine Maske getragen und der erforderliche Abstand eingehalten werden.

- PUBLIKUMSANLÄSSE: Veranstaltungen mit Publikum sind wieder möglich. Die maximale Anzahl Besucherinnen und Besucher ist beschränkt auf hundert Personen draussen - etwa für Fussballspiele oder Open-Air-Konzerte - und fünfzig Personen drinnen - etwa für Kinos, Theater oder Konzerte. Zusätzlich gilt eine Beschränkung auf maximal ein Drittel der Kapazität des Veranstaltungsorts. Es gilt eine Sitzpflicht und die Maske muss immer getragen werden. Zwischen den Besucherinnen und Besuchern muss jeweils ein Abstand von anderthalb Metern eingehalten oder ein Sitz freigelassen werden. Konsumation ist verboten und von Pausen ist abzusehen.

- ANDERE VERANSTALTUNGEN: Veranstaltungen mit bis zu 15 Personen sind wieder erlaubt. Dies betrifft beispielsweise Führungen in Museen, Treffen von Vereinsmitgliedern oder andere Veranstaltungen im Unterhaltungs- und Freizeitbereich. Auch hier gilt Masken- und Abstandspflicht.

- SPORT UND KULTUR: Gruppenaktivitäten mit bis zu 15 Personen sind wieder möglich. Draussen muss dabei entweder eine Maske getragen oder der erforderliche Abstand von anderthalb Metern eingehalten werden. In Innenräumen muss grundsätzlich sowohl die Maske getragen als auch der Abstand eingehalten werden. Es sind jedoch Ausnahmeregelungen vorgesehen für Aktivitäten, bei welchen keine Maske getragen werden kann, etwa beim Ausdauertraining in Fitnesszentren oder beim Singen im Chor. Sportarten mit Körperkontakt sind in Innenräumen weiterhin nicht erlaubt, im Aussenbereich weiterhin nur, wenn eine Maske getragen wird. Auch Wettkämpfe sind unter diesen Voraussetzungen wieder erlaubt.

- UNTERRICHT: Präsenzunterricht ist auch ausserhalb der obligatorischen Schule eingeschränkt wieder möglich. Es gilt eine Beschränkung auf maximal fünfzig Personen und eine Kapazitätsbegrenzung auf ein Drittel der Räumlichkeit, ebenso Masken- und Abstandspflicht.

- GELOCKERTE MASKENPFLICHT: Für geimpfte und genesene Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen wird die Maskenpflicht aufgehoben. Für Unternehmen, die über ein Testkonzept verfügen und der vor Ort tätigen Belegschaft mindestens einmal pro Woche einen Test anbieten, entfällt die Kontaktquarantäne.


Was kommt als nächstes?

- AUFHEBUNG DER HOMEOFFICE-PFLICHT WIRD LAUT BERSET BALD THEMA SEIN

Vom nächsten Öffnungsschritt nicht betroffen ist die Homeoffice-Pflicht. Der Bundesrat wolle zu viel Mobilität verhindern, begründete Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Die Aufhebung der Massnahme werde aber "sehr bald" wieder ein Thema sein.

Schon heute hätten die Unternehmer und Arbeitnehmenden aber eine gewisse Flexibilität, sagte Berset. Die Aufhebung der Homeoffice-Pflicht sei auch noch nicht entschieden worden, weil der Bundesrat schrittweise vorgehen wolle.

(sda / redaktion)


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