Lance Stroll in der Hitze der Schnellste


Roman Spirig
Sport / 31.07.20 14:45

Max Verstappen im Red Bull und Lance Stroll im Racing Point fahren am ersten Trainingstag für den Grand Prix von Grossbritannien die besten Rundenzeiten.

Lance Stroll war in der Hitze in Silverstone der Schnellste (FOTO: KEYSTONE/EPA/ALEJANDRO GARCIA)
Lance Stroll war in der Hitze in Silverstone der Schnellste (FOTO: KEYSTONE/EPA/ALEJANDRO GARCIA)

Vor dem ersten der zwei Formel-1-Rennen innert acht Tagen in Silverstone war eine erdrückende Dominanz der Fahrer von Mercedes erwartet worden. Daraus wurde während der ersten zwei je anderthalb Stunden dauernden Trainings nichts. Weltmeister Lewis Hamilton belegte die Plätze 2 und 5, Valtteri Bottas die Ränge 6 und 3.

Die ungewohnte Reihenfolge in den zwei Klassementen dürfte mit den äusseren Bedingungen zusammenhängen. Am Freitag wurden Lufttemperaturen zwischen 30 und 35 Grad gemessen, der Asphalt auf der Rennstrecke war bis 49 Grad heiss, was den Reifen in extremer Weise zusetzte. Die Temperaturen waren damit um einiges höher im Vergleich zu den Verhältnissen, die für das Qualifying am Samstag und den Grand Prix am Sonntag vorausgesagt werden. Der Nutzen der in den ersten zwei Trainings gesammelten Daten wird deshalb für die Fortsetzung des Rennwochenendes nicht allzu gross sein.

Stroll war bei seiner Tagesbestzeit im zweiten Training neun Hundertstel schneller als Alexander Albon im Red Bull. Für den Thailänder endete die Einheit vorzeitig. Nach einem Dreher fand er sich in einem Reifenstapel mit stark beschädigtem Auto wieder. Verstappen war zum Auftakt auf seiner besten Runde fast eine halbe Sekunde schneller als Hamilton gewesen.

Nico Hülkenberg, der im Team Racing Point den positiv auf das Coronavirus getesteten Sergio Perez ersetzt, klassierte sich als Neunter und Siebter. Auf Stroll im anderen pinkfarbenen Auto büsste der Deutsche beide Male rund sechs Zehntelsekunden ein.

Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi in den Alfa Romeo belegten am Nachmittag die Plätze 10 und 13. Der Start ins vierte Grand-Prix-Wochenende war dem Italiener vollends missraten. Bei einem Dreher ruinierte er sich die Reifen vollends. Gummifetzen beschädigten unter anderem den Unterboden und den Heckflügel des Alfa Romeo.

Einen ersten Trainingstag zum Vergessen hat Sebastian Vettel hinter sich. Der vierfache Weltmeister war in beiden Einheiten praktisch nur Zuschauer. Vorerst streikte im Ferrari die Kühlung, dann musste im roten Auto mit der Nummer 5 die Pedalerie ausgetauscht werden.

(sda)


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