Mehr als ein Dutzend Einsätze für die Stadtpolizei Zürich


News Redaktion
Schweiz / 01.06.20 13:02

Die Stadtpolizei Zürich hat über das Pfingstwochenende Bilanz gezogen: Im Zusammenhang mit dem Corona-Virus kam es zu etwas mehr als einem Dutzend Einsätzen. Der grösste Teil der Bevölkerung hielt sich jedoch an die Vorgaben des Bundesrates.

Menschen geniessen im Zürcher Niederdorf an der Limmat die Sonne. (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
Menschen geniessen im Zürcher Niederdorf an der Limmat die Sonne. (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Am Freitagabend versammelten sich mehrere Dutzend Personen mit Fahrrädern in der Stadthausanlage zu einer Critical-Mass-Veranstaltung, wie die Stadtpolizei Zürich am Montag mitteilte.

Als die Polizei die Teilnehmenden auf die geltenden Covid-Bestimmungen des Bundesrates aufmerksam machte, verliessen einzelne Personen die Örtlichkeit, später seien Uneinsichtige erneut abgemahnt und teilweise gebüsst worden. Mehrere Velos mit Anhängern, Musikanlagen und Lautsprechern wurden präventiv sichergestellt, wie es weiter heisst.

Einige Stunden später blockierte eine Gruppe von rund 30 Personen auf Fahrrädern beide Fahrspuren auf der Hardbrücke. Die Stadtpolizei löste auch diese Demonstration auf. Mehrere Velofahrende wurden verzeigt.

Am Samstagnachmittag kam es zu einem Polizeieinsatz auf dem Sechseläutenplatz. Dort hatten sich erneut Gegner von Covid-19-Massnahmen des Bundesrates versammelt. Die Stadtpolizei verhinderte mit Ansprachen eine eigentliche Kundgebung.

Ebenfalls am Samstagnachmittag, kurz nach 15.00 Uhr, mussten mehrere Personen weggewiesen werden, sie hatten sich im abgesperrten Bereich am Utoquai am Zürcher Seebecken aufgehalten.

Am frühen Pfingstsonntagmorgen, kurz nach 01.30 Uhr, beobachtete eine Streifenwagenpatrouille der Stadtpolizei auf dem Sechseläutenplatz eine Auseinandersetzung. Als die Polizisten schlichten wollten, warfen Unbekannte Flaschen in ihre Richtung. Daraufhin kam es zu einem kurzen Gummischroteinsatz, worauf sich die Situation wieder beruhigte.

Am frühen Pfingstsonntagabend wurden mehrere Dutzend Personen aus dem abgesperrten Bereich am Oberen Letten weggewiesen.

Im Kreis 3 wurde am frühen Pfingstmontagmorgen ein 28-Jähriger von einem Velofahrer mit einer Stichwaffe schwer verletzt. Er wurde in ein Spital gebracht und notoperiert. Die Hintergründe der Tat sind unklar.

Bis am Pfingstmontagmittag musste die Stadtpolizei Zürich keine zusätzlichen Örtlichkeiten wegen zu vielen Personen räumen oder sperren. Wie an den vorangegangenen Wochenenden waren die Einsatzkräfte in den Abend- und Nachtstunden in der ganzen Stadt insbesondere wegen 150 Lärmklagen beschäftigt.

(sda)


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