Mehr Luzerner Eltern wollen Kinder privat unterrichten


News Redaktion
Regional / 25.01.22 11:52

Wegen der Coronapandemie ist im Kanton Luzern die Nachfrage nach Privatunterricht und Homeschooling gestiegen. Das teilte die Luzerner Dienststelle Volksschulbildung am Dienstag anlässlich der Präsentation der Schülerzahlen mit.

Die Nachfrage nach Homeschooling im Kanton Luzern ist seit der Pandemie gestiegen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/MICHAEL PROBST)
Die Nachfrage nach Homeschooling im Kanton Luzern ist seit der Pandemie gestiegen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/MICHAEL PROBST)

Alleine seit September seien zehn neue Gesuche für Privatunterricht eingegangen, hiess es bei der Dienststelle auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Aktuell werden 105 Lernende im Kanton privat unterrichtet, das sind 15 Kinder und Jugendliche mehr als im Vorjahr.

Es seien vermehrt Eltern mit Anfragen zum Homeschooling an den Kanton gelangt. Die einen interessierten sich für den Privatunterricht, weil ihnen die Coronamassnahmen an den Schulen zu wenig weit gingen, den anderen gingen sie zu weit. Ob sie sich am Ende alle dafür entscheiden, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten, werde die nächste Schülerzahlerhebung zeigen.

Die öffentliche Regelschule von Kindergarten bis Sekundarschule besuchen aktuell 41749 Lernende. Damit ist die Schülerzahl im fünften Jahr in Folge gestiegen. Auch nächstes Jahr rechnet der Kanton mit einem moderaten Wachstum. Die Zunahme wirkt sich auch auf die Klassenzahl aus: Im laufenden Schuljahr sind es 29 Klassen mehr als im Vorjahr.

1583 Kinder und Jugendliche werden besonders gefördert, davon 716 integrativ in einer Regelklasse. Dieser Anteil der Lernenden mit Integrativer Sonderschulung liegt somit bei 45 Prozent.

8305 Schülerinnen und Schüler erhalten Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Das sind fast 20 Prozent aller Lernenden. Dieser Anteil ist etwas höher als letztes Jahr, wogegen der Anteil ausländischer Lernender mit 20,4 Prozent etwas kleiner ist. 522 Kinder im Vorschulalter nehmen zudem die frühe Sprachförderung in Anspruch, die mittlerweile in 20 Gemeinden angeboten wird.

(sda)


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