Luzern erwartet weiter steigenden Seepegel


News Redaktion
Regional / 13.07.21 15:24

Der Pegel des Vierwaldstättersees ist am Dienstag stark gestiegen. In der Stadt Luzern hat die Feuerwehr weitere Hochwasserschutzmassnahmen ergriffen.

Die Feuerwehr schützt in Luzern die Bahnhofstrasse mit wassergefüllten Schläuchen vor Überschwemmungen. (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Die Feuerwehr schützt in Luzern die Bahnhofstrasse mit wassergefüllten Schläuchen vor Überschwemmungen. (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Der Pegel des Vierwaldstättersees in Luzern ist am Dienstag von 4 Uhr bis 18 Uhr um über 25 Zentimeter gestiegen, weil die Zuflüsse viel Wasser führten. Er steige aktuell um etwa vier Zentimeter pro Stunde, sagte Theo Honermann, Kommandant der Feuerwehr der Stadt Luzern, am Abend gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Feuerwehr hatte bereits am Montagabend in Erwartung eines Hochwasser mit 2500 Sandsäcken vorsorglich die Ufer der Reuss in der Stadt gesichert. Der eingetretene Anstieg des Seepegels liegt gemäss Honermann am oberen Rand der Befürchtungen.

Am linken Reussufer entlang der Bahnhofstrasse verstärkte die Feuerwehr deswegen am Dienstag den Hochwasserschutz. Sie griff dabei nicht mehr auf Sandsäcke zurück, sondern auf grosse orangene Schläuche, die mit Wasser gefüllt werden. Diese sind relativ schnell installiert. Er gehe davon aus, dass der Seepegel in den nächsten Stunden weiter steigen werde, sagte Honermann.

Probleme bereitet in der Stadt gemäss Honermann nun auch das Grundwasser, das in Keller eindringt. Ferner überspülte der See am Dienstag die Haldenstrasse beim Verkehrshaus. Im Luzerner Stadtteil Reussbühl wurde oberhalb des Zusammenflusses von Reuss und Kleiner Emme die Hauptstrasse vorübergehend unter Wasser gesetzt. Grund dafür war, dass die Kleine Emme viel Wasser führte und die Reuss dadurch stauen konnte.

Der steigende Seepegel hat auch Auswirkungen auf die Schifffahrt. Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) teilte mit, dass sie ihren Betrieb von Mittwochmorgen bis mindestens Samstagabend einstelle. Bereits am letzten Wochenende hätten nicht mehr alle Schiffe fahrplanmässig eingesetzt werden können.

(sda)


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