In der Zentralschweiz nimmt Migros Plastikmüll kostenpflichtig an


News Redaktion
Schweiz / 03.05.21 05:49

Die Migros unternimmt einen neuen Anlauf für ein Plastikrecyclingsystem. Nachdem im Sommer 2020 ein erstes Projekt auf Eis gelegt worden war, hat die Migros am Montag einen zweiten Versuch in der Zentralschweiz gestartet.

Die Migros unternimmt einen neuen Anlauf für die Einführung eines Plastik-Recycling-Systems. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
Die Migros unternimmt einen neuen Anlauf für die Einführung eines Plastik-Recycling-Systems. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Das Konzept sieht vor, dass die Bevölkerung im Gebiet der Genossenschaft Migros Luzern Sammelsäcke kaufen kann, in diesen ihre Plastikabfälle steckt und den Müll in einer von über 40 beteiligten Migrosfilialen abliefert, wie der Migros Genossenschafts-Bund mitteilte.

Die Migroslastwagen, welche die Filialen beliefern, nehmen den Plastikabfall mit. Dieser wird von den Firmen Innorecycling und Innoplastics sortiert und zu Regranulaten verarbeitet. Diese sollen dann zu neuen Verpackungen von Migrosprodukten verwendet werden. Migros könne damit den Anteil an neuem Plastikmaterial deutlich reduzieren, teilte das Unternehmen mit.

Die Sammelsäcke sind in den Grössen 17, 35 und 60 Liter erhältlich. Eine Rolle mit zehn Säcken kostet 9, 17 oder 25 Franken. Das kostenlose Sammelangebot für Plastikflaschen, welches es bei den Migrosfilialen bereits gibt, bleibt bestehen. Dort müssen auch weiterhin die Pet-Flaschen abgeliefert werden.

Im kostenpflichtigen Sammelsack können neben Plastikflaschen neu auch andere Plastikabfälle bei der Migros retourniert werden. Zu diesen gehören etwa Tragetaschen, Folien sowie Plastikbecher und -schalen und weitere Verpackungen.

Beim Plastiksammeln kooperiert die Migros nach eigenen Angaben mit Abfallverbänden aus den Kantonen Luzern (Real, GKRE, Gall,) Zug (Zeba), Uri (Zaku), Schwyz (ZKRI), Obwalden (EZV OW) und Nidwalden (KVV NW).

Die Zusammenarbeit äussere sich darin, dass die Migros im Auftrag der Kehrrichtverbände die Kunststoffe sammle, teilte Migros-Mediensprecher Patrick Stöpper auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Die Abfallverbände würden die Aufsicht über die Abfall- und Finanzströme behalten. Die entsprechenden Zuständigkeiten seien klar geregelt und vertraglich festgehalten worden.

Wenn das neue Angebot auf Anklang stösst, will es die Migros auf weitere Regionen ausdehnen.

(sda)


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