Migros-Tochter Denner wächst 2019 auch dank Obst und Gemüse


Roman Spirig
Schweiz / 20.01.20 09:59

Der Discounter Denner wächst weiter. Laut der Migros-Tochter hat vor allem der Ausbau des Frischesortiments mehr Kunden in die Läden gelockt. Zudem eröffnete Denner mehr Filialen in stadtnahen Gebieten.

Migros-Tochter Denner wächst 2019 auch dank Obst und Gemüse (Foto: KEYSTONE /  Melanie Duchene)
Migros-Tochter Denner wächst 2019 auch dank Obst und Gemüse (Foto: KEYSTONE / Melanie Duchene)

Konkret erzielte der Detailhändler im vergangenen Geschäftsjahr einen Nettoumsatz von 3,3 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 2,3 Prozent. Die von Denner selbst betriebenen Filialen steuerten dabei insgesamt 2,6 Milliarden zum Umsatz bei. Die Partnerbetriebe von Denner setzten 0,7 Milliarden um, ein Wachstum von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Discountersparte der Migros mutiert damit immer mehr zum Wachstumstreiber des Genossenschaftsverbunds. Wie die Migros letzte Woche bekannt gab, wuchs der Umsatz auf Gruppenebene um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Wachstumstreiber hervorgehoben wurden dabei neben dem Convenience-Geschäft das Discounter-Geschäft von Denner.

Der Umsatzanstieg bei Denner ist laut der Mitteilung vom Montag vor allem dem Ausbau des Frischesortimentes geschuldet. Das breitere Angebot an frischen Produkten wie Obst und Gemüse habe die Kundenfrequenz um 3,8 Prozent gesteigert. Die Detailhandelskette verfügt den Angaben nach über 822 Läden in der Schweiz. Das Filialnetz umfasse aktuell 551 eigene Standorte und 271 inhabergeführte Partnerbetriebe.

Die Migros-Tochter verlegt zudem immer mehr Läden in die städtischen Gebiete. Laut Mitteilung wurden im letzten Geschäftsjahr 22 Standorte neu eröffnet sowie 17 geschlossen.

Insgesamt elf der geschlossenen Standorte seien inhabergeführte Filialen von Partnerbetrieben. Die Schliessungen beträfen insbesondere abgelegene Gebiete und seien meist auf fehlende Nachfolgeregelungen sowie rückläufige Umsätze zurückzuführen gewesen. Daher investiere man weiter in die Modernisierung der Denner Partnerbetriebe, indem das Erscheinungsbild und das Angebot an die Denner eigenen Filialen angeglichen werde.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

International

"Hotel-Ruanda"-Held Rusesabagina: Habe Rebellengruppe mitgegründet

Der wegen Terrorvorwürfen vor Gericht in Ruanda stehende Paul Rusesabagina hat Verbindungen zu einer bewaffneten Gruppe eingestanden. Er und andere hätten die Rebellengruppe FLN gegründet, aber nicht, "um Terrorismus zu begehen", sagte der durch den Film "Hotel Ruanda" bekannt gewordene Rusesabagina am Freitag in Kigali. Man habe die Aufmerksamkeit der Regierung auf die Not ruandischer Flüchtlinge lenken wollen. Allerdings sagte Rusesabagina, er werde die Verbrechen der FLN nicht herunterspielen. Die Gruppe wurde demnach von jemand anderem geleitet.

Epidemiologe Salathé sieht Silberstreifen am Horizont
Schweiz

Epidemiologe Salathé sieht Silberstreifen am Horizont

Der Epidemiologe Marcel Salathé, der Mitglied der Corona-Task-Force Wissenschaft des Bundes ist, sieht wichtige Fortschritte bei der Eindämmung des Virus. Bereits Anfang 2021 könne die Schweiz soweit sein, dass Covid-19 nicht mehr schlimmer als eine Grippe sei.

Schwere Gefechte in Berg-Karabach - Armenien ruft Kriegszustand aus
International

Schwere Gefechte in Berg-Karabach - Armenien ruft Kriegszustand aus

Armenien hat nach Kämpfen mit dem Nachbarland Aserbaidschan in der Konfliktregion Berg-Karabach den Kriegszustand ausgerufen. Das teilte Regierungschef Nikol Paschinjan am Sonntag in Eriwan mit. Zuvor hatte Aserbaidschan eine Militäroperation gegen Berg-Karabach angekündigt.

Lausanne und Vaduz fordern die Arrivierten
Sport

Lausanne und Vaduz fordern die Arrivierten

Für gewöhnlich nehmen Aufsteiger in einer neuen Liga eine Nebenrolle ein. Für Lausanne und Vaduz gilt dies zum Auftakt der Super-League-Saison nicht. Der Aufstand der Aufsteiger ist angezettelt.