Mobimo schlägt sich in Coronakrise trotz tieferem Gewinn gut


News Redaktion
Wirtschaft / 31.07.20 07:55

Die Immobiliengesellschaft Mobimo hat im ersten Halbjahr 2020 die Auswirkungen der Coronapandemie zu spüren bekommen. Insgesamt hat sich das Unternehmen aber gut geschlagen. Angesichts der grossen Unsicherheit verzichtet Mobimo auf eine konkrete Prognose.

Der Mobimo Tower (links) in Zürich: Das Luzerner Immobilienunternehmen ist bislang gut durch die Krise gekommen. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Der Mobimo Tower (links) in Zürich: Das Luzerner Immobilienunternehmen ist bislang gut durch die Krise gekommen. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Das Luzerner Unternehmen erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten ein um 18,8 Prozent höheres Betriebsergebnis (Ebit) von 65,8 Millionen Franken. Exklusive Neubewertung beträgt das Plus gut elf Prozent auf 40,8 Millionen Franken, wie Mobimo am Freitag mitteilte.

Der Gewinn ging um 4,3 Prozent auf 41,7 Millionen und exklusive Neubewertungen um fast ein Fünftel auf 21,5 Millionen Franken zurück. Das Ergebnis enthalte im Gegensatz zum Vorjahr praktisch keinen positiven Sondereffekt im Bereich der latenten Steuern, hiess es.

Der Ertrag aus Vermietung stagnierte coronabedingt bei gut 60 Millionen Franken. Um vom behördlich verordneten Lockdown betroffene Mieter zu unterstützen, habe es bei Geschäftsmietern zu situationsgerechten Massnahmen gegriffen, teilte Mobimo mit. Diese hätten dazu geführt, dass die effektiven Mieteinnahmen per 30. Juni 2020 um 4,4 Millionen Franken vom vertraglich geschuldeten Betrag abgewichen seien.

Für die überwiegende Mehrheit der vom Lockdown betroffenen Mieter habe per Ende Juni 2020 eine einvernehmliche Vereinbarung getroffen werden können, hiess es weiter. Bei wenigen Mietparteien mit grösseren Vertragsvolumen beanspruche die Lösungsfindung noch etwas mehr Zeit.

Der Leerstand erhöhte sich auf 5,5 von 3,8 Prozent am Jahresende 2019. Dies ist vor allem auf den Übergang einer Immobilie in das Anlageportfolio per Anfang 2020 zurückzuführen. Mobimo geht davon aus, dass die Leerstandsquote noch etwas zunehmen und die Mieterträge zurückgehen könnten. Man stelle aber eine mehrheitlich intakte Nachfrage wahr.

Der Erfolg aus dem Entwicklungs- und Promotionsgeschäft liege mit bescheidenen 2,7 Millionen auf dem Vorjahresniveau, teilte Mobimo mit. In der Entwicklungspipeline befänden sich Renditeliegenschaften für Dritte im Umfang von rund 800 Millionen Franken.

Trotz der grossen Unsicherheit über die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft ist Mobimo überzeugt, dass der Immobilienmarkt für Investoren grundsätzlich interessant bleibe. Mobimo sei gut positioniert.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Oberbüren SG: Töffdieb von Polizei verhaftet
Schweiz

Oberbüren SG: Töffdieb von Polizei verhaftet

Ein mutmasslicher Motorraddieb ist von der St. Galler Polizei auf frischer Tat ertappt worden. Der 22-jährige Mann hatte in Oberbüren versucht, ein Motorrad zu stehlen.

Corona treibt UBS-Immobilienindex in Blasenzone hoch
Wirtschaft

Corona treibt UBS-Immobilienindex in Blasenzone hoch

Die Lage auf dem Schweizer Eigenheimmarkt verschärft sich weiter. Wegen der Coronakrise werde der Immobilienblasenindex der UBS im laufenden Quartal marginal in die Blasenzone springen.

Libanesische Minister in Beirut mit Wut und Beschimpfungen bedacht
International

Libanesische Minister in Beirut mit Wut und Beschimpfungen bedacht

Zwei Mitglieder der libanesischen Regierung haben nach den verheerenden Explosionen im Hafen von Beirut die Wut der Menschen zu spüren bekommen.

Viele Rettungseinsätze wegen Wespenstichen im Kanton Zürich
Regional

Viele Rettungseinsätze wegen Wespenstichen im Kanton Zürich

Wespenstiche haben im Kanton Zürich im Juli zu aussergewöhnlich vielen Rettungsdiensteinsätzen geführt. Rettungsdienste mussten 139 Mal wegen allergischen Reaktionen ausrücken. In einzelnen Fällen kamen auch Notärztinnen und -ärzte sowie Rettungshelikopter zum Einsatz.