Modernisierung des Nidwaldner Landratssaal komplexer als erwartet


Roman Spirig
Regional / 30.06.21 12:30

Die Modernisierung des Nidwaldner Landratssaal ist noch komplexer als erwartet. Nicht nur Vorgaben der Denkmalpflege, sondern auch des Brandschutzes müssten beachtet werden, sagte Landratspräsidentin Therese Rotzer (Mitte) am Mittwoch.

Modernisierung des Nidwaldner Landratssaal komplexer als erwartet (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Modernisierung des Nidwaldner Landratssaal komplexer als erwartet (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Das Kantonsparlament hatte vor rund einem Jahr ein Postulat gutgeheissen, das eine zeitgemässe Ausrüstung des altehrwürdigen Saals im Rathaus verlangt. So fehlen heute Steckdosen für Laptops. Auch die Belüftung und die Mikrofonanlage wurden als ungenügend betrachtet. Zudem sind die Platzverhältnisse eng.

Das Landratsbüros setzte eine Arbeitsgruppe ein und besichtigte Parlamente von umliegenden Kantonen. Auch sei die Denkmalpflege kontaktiert worden, sagte Rotzer. Herausforderungen stelle aber auch der Brandschutz

Gemäss Rotzer braucht ein Saal für mehr als 50 Personen heute mehr als einen Ausgang. Der Landrat zählt aber 60 Mitglieder, dazu nehmen auch die sieben Mitglieder des Regierungsrats sowie Medienleute und Gäste an den Sitzungen teil. Der Saal hat aber nur eine Türe.

Das Landratsbüro habe eine Machbarkeitsstudie mit einer Grobkostenschätzung in Auftrag gegeben, sagte Rotzer. Der Bericht solle im Herbst vorliegen.

Der Landrat tagt wegen der Coronapandemie seit über einem Jahr nicht im Landratssaal, sondern in Schulanlagen. Irgendwann sei die Pandemie vorbei, sagte Rotzer. Die Digitalisierung werde, wenn der Landrat in seinen Saal zurückkehre, einen Schritt weiter sein, es würden mehr Landrätinnnen und Landräte einen Laptop dabei haben. Es gelte, den Landratssaal für kommende Generationen fit zu machen, denn der Raum soll weiter genutzt werden und nicht ein Museum sein.

(sda)


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