Mord an Georgier: Maas droht Moskau mit weiteren Reaktionen


News Redaktion
International / 11.08.20 14:22

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas hat Russland mit weiteren Reaktionen auf den Mord an einem Georgier mitten in Berlin gedroht.

HANDOUT - Heiko Maas, Außenminister von Deutschland, spricht bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow. Foto: -/Russian Foreign Ministry Press Service/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Russian Foreign Ministry Press Service/AP/-)
HANDOUT - Heiko Maas, Außenminister von Deutschland, spricht bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow. Foto: -/Russian Foreign Ministry Press Service/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Russian Foreign Ministry Press Service/AP/-)

Die Bundesregierung werde zunächst einmal das Urteil in dem bevorstehenden Prozess vor dem Berliner Kammergericht abwarten, in dem es unter anderem darum geht, ob die russische Regierung den Mord in Auftrag gegeben hat, sagte Maas am Dienstag nach einem Gespräch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau. Für den Fall, dass es entsprechende Feststellungen in diesem Urteil gibt, muss man damit rechnen, dass wir darauf auch noch einmal reagieren werden, fügte er hinzu.

Der Mord hatte im vergangenen Jahr eine Krise in den deutsch-russischen Beziehungen ausgelöst. Am 23. August 2019 wurde ein 40-jährige Tschetschene mit georgischer Staatsangehörigkeit in einem Park in der Nähe des Regierungsviertels aus nächster Nähe von einem Fahrrad aus erschossen. Ein dringend tatverdächtiger Russe wurde noch am selben Tag gefasst und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Die deutsche Bundesanwaltschaft erhob Mitte Juni Anklage gegen ihn und geht davon aus, dass er mehr als einen Monat vor der Tat von staatlichen Stellen der Zentralregierung der Russischen Föderation beauftragt wurde. Der Prozess soll noch in diesem Jahr vor dem Berliner Kammergericht beginnen, einen Termin gibt es aber noch nicht.

Die deutsche Regierung hatte Russland schon im Dezember fehlende Kooperation bei der Aufklärung des Mordes vorgeworfen und deshalb zwei russische Diplomaten ausgewiesen. Moskau hatte mit der Ausweisung zweier deutscher Diplomaten reagiert.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Stadler Rail liefert Trams nach Mailand
Wirtschaft

Stadler Rail liefert Trams nach Mailand

Der Bahnbauer Stadler Rail verbucht einen weiteren Auftrag. Dieser kommt aus Italien von der Azienda Transporti Milanesi SpA (ATM) und sieht die Lieferung von bis zu 80 Strassenbahnen vor. Der Auftragswert beläuft sich auf 172,6 Millionen Euro.

Macron trifft belarussische Oppositionsführerin Tichanowskaja
International

Macron trifft belarussische Oppositionsführerin Tichanowskaja

Im Rahmen seines Besuchs im Baltikum will Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron am Dienstag die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja treffen. Die 38-Jährige war auf Druck des Machtapparats des umstrittenen Staatschefs Alexander Lukaschenko ins benachbarte EU-Land Litauen geflüchtet.

Orkanstimme im
International

Orkanstimme im "Club 27" - Vor 50 Jahren starb Janis Joplin

Seit ihrem Tod vor 50 Jahren gehört Janis Joplin zu einem Club, dem keines seiner Mitglieder beitreten wollte und dessen Existenz Musikfans in aller Welt bis heute traurig macht: dem berüchtigten "Club 27" der prominenten Exzess-Opfer des Rock'n'Roll. Innerhalb von zwei Jahren, zwischen Juli 1969 und Juli 1971, starben vier der grössten Rock-Talente an den Folgen ihres wilden, ungezügelten Lebensstils - alle gerade mal 27 Jahre alt.

Maschinen und Werkzeuge im Wert von 80'000 Franken gestohlen
Schweiz

Maschinen und Werkzeuge im Wert von 80'000 Franken gestohlen

Auf einer Baustelle in Rapperswil-Jona SG sind zwischen Samstagmittag und Montagmorgen Gerätschaften im Wert von 80'000 Franken entwendet worden.