Moret und Stöckli rufen in Genf Bevölkerung zu Vorsicht auf


News Redaktion
Schweiz / 31.07.20 16:14

Nationalratspräsidentin Isabelle Moret und Ständeratspräsident Hans Stöckli haben bei einem Besuch am Freitag in Genf die Bevölkerung aufgerufen, angesichts der Coronavirus-Pandemie Verantwortung zu übernehmen. Ein zweiter Lockdown müsse unbedingt verhindert werden.

Hans Stöckli (l.) und Isabelle Moret (Mitte) besuchen eine Fotoausstellung über die Nahrungsmittelverteilung an Bedürftige während der Corona-Krise in Genf. (FOTO: Keystone/MARTIAL TREZZINI)
Hans Stöckli (l.) und Isabelle Moret (Mitte) besuchen eine Fotoausstellung über die Nahrungsmittelverteilung an Bedürftige während der Corona-Krise in Genf. (FOTO: Keystone/MARTIAL TREZZINI)

Die zur zur Verfügung gestellten Gelder für Darlehen, Garantien und andere Hilfsleistungen entsprächen einem zweiten Jahresbudget des Bundes, sagte Moret (FDP/VD) vor den Medien. Es werde unmöglich sein, diese Operation zu wiederholen, sagte die Nationalratspräsidentin, die auf Konjunkturprogramme auf Bundesebene setzt. Man müsse nun lernen, mit dem Virus zu leben.

Nach Ansicht von Stöckli (SP/BE) wäre eine zweite Welle katastrophal und würde grossen Schaden anrichten. Jeder ist aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen und sich an die Regeln zu halten, sagte der Ständeratspräsident.

Die beiden machten sich bei ihrem zweitägigen Besuch in Genf aus erster Hand ein Bild von den wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Folgen der Pandemie. Am Donnerstag trafen sie sich mit Silvana Mastromatteo, der Gründerin der Organisation Caravane de la solidarité, die während dem Höhepunkt der Krise täglich Lebensmittel an Bedürftige verteilte.

Sie trafen sich auch mit Beamten des Genfer Flughafens und des Palexpo, zwei Institutionen, die von der Coronavirus-Krise besonders betroffen sind. Am Freitagmorgen besuchten Moret und Stöckli das Genfer Universitätsspital (HUG), das seit Monaten an vorderster Front im Kampf gegen die Lungenkrankheit steht. Auf dem Programm stand zudem ein Treffen mit Team des Kantonsarztes, das seinen Kampf gegen die Ausbreitung des Virus fortsetzt.

Die Genfer Regierung und die Bevölkerung hätten diese Krise gut gemeistert, stellte Stöckli vor den Medien fest. Der Kanton sei in der Lage gewesen, Massnahmen zu antizipieren und anzupassen. Ihre Erfahrungen waren nützlich für die Führung des Landes, sagte Stöckli im Gespräch mit dem Genfer Regierungspräsidenten Antonio Hodgers (Grüne) und Gesundheitsdirektor Mauro Poggia (MCG).

Der Besuch der Nationalratspräsidentin und des Ständeratspräsidenten in Genf ist Teil ihrer Tour durch jene Kantone, die von der Pandemie am stärksten betroffen waren. Anfang Juli hatten Moret und Stöckli bereits den Kanton Tessin besucht.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Feuer zerstört Wohnhaus in Hinwil ZH
Schweiz

Feuer zerstört Wohnhaus in Hinwil ZH

Beim Brand in einem Mehrfamilienhaus in Hinwil ZH ist in der Nacht auf Donnerstag hoher Sachschaden entstanden. Zwei Personen mussten ins Spital eingeliefert werden. Bei ihnen besteht Verdacht auf eine Rauchvergiftung.

Massive Preisunterschiede bei Dauerparkkarten in der Schweiz
Wirtschaft

Massive Preisunterschiede bei Dauerparkkarten in der Schweiz

Wer über keinen eigenen Parkplatz für sein Auto verfügt, muss für eine Parkkarte je nach Stadt tief ins Portemonnaie greifen. Laut einer Analyse des Internet-Vergleichsdienstes Comparis sind die Preisunterschiede für Dauerparkkarten in der Schweiz horrend.

Adecco schreibt trotz Umsatzeinbruch schwarze Zahlen
Wirtschaft

Adecco schreibt trotz Umsatzeinbruch schwarze Zahlen

Adecco hat im zweiten Quartal die Auswirkungen von Corona mit voller Wucht zu spüren bekommen. Die Seuche liess den Umsatz des Personaldienstleisters um mehr als ein Viertel einbrechen. Gleichwohl gab es einen kleinen Gewinn.

15-Jährige fällt in Obwalden aus fahrendem Wohnmobil - verletzt
Schweiz

15-Jährige fällt in Obwalden aus fahrendem Wohnmobil - verletzt

Aus einem fahrenden Wohnmobil gestürzt ist eine 15-Jährige am Samstagnachmittag im Kanton Obwalden. In einer starken Linkskurve hatte sich plötzlich eine Tür des Fahrzeugs geöffnet, als es auf der Brünigstrasse zwischen Giswil und Lungern unterwegs war. Dabei zog sich die junge Frau schwere Verletzungen zu.