Musikunterricht soll in Schwyz gefördert werden


News Redaktion
Regional / 26.10.22 13:34

Der Schwyzer Kantonsrat hat sich am Mittwoch deutlich für die Musikschulinitiative ausgesprochen. Nur die SVP stimmte dagegen.

Im Kanton Schwyz wird die Stellung der Musikschule gestärkt. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Im Kanton Schwyz wird die Stellung der Musikschule gestärkt. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Das Volksbegehren eines überparteilichen Komitees verlangt, dass alle Kinder und Jugendlichen im Kanton Schwyz Zugang erhalten sollen zu einem "zeitgemässen, bedarfsgerechten und qualitativ gesicherten Instrumental- und Vokalunterricht". Im Weiteren fordert es einheitliche Anstellungsbedingungen für Lehrpersonen an den Musikschulen.

Bislang gibt es im Kanton Schwyz teils erhebliche Unterschiede bei Löhnen und Arbeitsverhältnissen der Musikschullehrkräfte. Ein weiterer Mangel ist, dass nicht in allen Gemeinden Musikschulen angeboten werden.

In der Parlamentsdebatte am Mittwoch wandte sich die SVP gegen die Musikschulinitiative, weil sie eine Akademisierung der Musiklehrerausbildung sowie höhere Kosten für die öffentliche Hand befürchtet. Ein SP-Kantonsrat, der dem Initiativkomitee angehört, erwiderte, dass die Musikschulinitiative kein Lehrverbot für Nicht-Studierte beinhalte und dass Eltern den Musikunterricht weiterhin mitfinanzierten.

Ein Sprecher der Mitte erklärte, dass die Initiative auch einen Fortschritt bei der Begabtenförderung bringen werde. Eine kantonale Gesetzgebung würde es zudem ermöglichen, nationale Fördergelder zu bekommen. Auch die Grünliberalen äusserten sich unterstützend zum Volksbegehren.

Die FDP stellte sich klar hinter die Initiative, gab aber zu bedenken, dass man bei den Musiklehrerlöhnen und den Anstellungsbedingungen Augenmass halten müsse. Ausserdem müsse das etablierte Angebot in den Gemeinden bewahrt werden, die bereits fortgeschrittene Akademisierung bei den Musiklehrpersonen dürfe nicht zu weit gehen.

In der Abstimmung votierten 59 Kantonsrätinnen und -räte für die Musikschulinitiative. Dagegen stimmten 31 Parlamentsmitglieder. Der Regierungsrat hat nun die Aufgabe, eine Gesetzesvorlage zum Musikschulunterricht zuhanden des Parlaments auszuarbeiten.

(sda)


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