Musk lässt Twitter-Nutzer über Entsperrung von Accounts abstimmen


News Redaktion
Wirtschaft / 24.11.22 10:04

Der neue Twitter-Besitzer Elon Musk lässt Nutzer des Kurznachrichtendienstes in einer Umfrage über die Freischaltung gesperrter Accounts abstimmen. Am Mittwochabend fragte er in einem Tweet, ob die Plattform betroffenen Nutzern eine "Generalamnestie" anbieten solle.

Nutzer des Online-Dienstes können noch bis heute Donnerstagabend über die Entsperrung von Accounts abstimmen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/JOHN G. MABANGLO)
Nutzer des Online-Dienstes können noch bis heute Donnerstagabend über die Entsperrung von Accounts abstimmen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/JOHN G. MABANGLO)

Ausgenommen von einer solchen Begnadigung seien Nutzer, die gegen Gesetze verstossen oder Spam-Nachrichten verbreitet hätten.

Nutzer des Online-Dienstes können noch bis Donnerstagabend mit "Ja" oder "Nein" abstimmen. Dem Wirtschaftsmagazin "Forbes" zufolge gingen innerhalb der ersten 45 Minuten mehr als 700 000 Stimmen ein. Am Donnerstagmorgen waren es mehr als 2,5 Millionen. Mehr als 72 Prozent davon befürworteten die Freischaltung gesperrter Accounts. Derartige Erhebungen sind nicht repräsentativ. Es ist unklar, ob und wie viele Stimmen von automatisierten Accounts abgegeben wurden. Nach jüngsten Angaben kommt der Dienst auf mehr als 230 Millionen täglich aktive Nutzer.

Musk hatte Ende Oktober angekündigt, dass vor der Wiederaktivierung von Twitter-Konten ein Rat zum Umgang mit kontroversen Inhalten gebildet werden solle. In der vergangenen Woche liess der Tech-Milliardär dann ohne Gremium nach einer Nutzerumfrage den Account des früheren US-Präsidenten Donald Trump freischalten. Trump war seit Januar 2021 von Twitter verbannt. Er hatte am 6. Januar Sympathie für seine Anhänger bekundet, die den Sitz des US-Parlaments gestürmt hatten.

Musk kaufte Twitter Ende Oktober für rund 44 Milliarden Dollar. Seit der Übernahme macht dem Unternehmen unter anderem die Zurückhaltung grosser Werbekunden zu schaffen. Werbeeinnahmen machten zuletzt rund 90 Prozent der Erlöse aus.

(sda)


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