Mutter und Sohn geben sich als Sex-Models und Verliebte aus


News Redaktion
Regional / 15.12.22 04:33

Vor dem Kriminalgericht Luzern müssen sich heute eine Mutter und ihr Sohn verantworten. Die AHV-Rentnerin und der damalige IV-Rentner sollen mit Heiratsschwindel und dem illegalen Verkauf von Sexbildern ihren luxuriösen Lebensstil inklusive Maserati finanziert haben.

Eine Mutter und ihr Sohn sollen in der virtuellen und realen Welt Heiratsschwindel betrieben haben. (Symbobild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Eine Mutter und ihr Sohn sollen in der virtuellen und realen Welt Heiratsschwindel betrieben haben. (Symbobild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Die Staatsanwaltschaft beantragt für die 71-Jährige und den 34-Jährigen je eine unbedingte Freiheitsstrafe von 3,5 Jahren. Dazu kommen bedingte Geldstrafen. Die vorgeworfenen Delikte lauten auf verschiedene Formen des Betrugs, auf Urkundenfälschung, auf Drohung oder auf Gehilfenschaft dazu.

Gemäss der Anklageschrift spielten die Mutter und ihr Sohn vom Juli 2016 bis zu ihrer Verhaftung im Oktober 2018 professionell mit falschen Identitäten und vorgespielter Liebe, um von Männern Geld abzukassieren. So verkauften sie widerrechtlich Pornobilder und -filme, wobei sie sich in Chats als die abgebildeten Frauen ausgaben und die angeblich von diesen getragenen Slips verkauften. Sie sollen damit total 300'000 Franken generiert haben.

Der Sohn soll zudem versucht haben, eine Konkurrentin im Sex-Foto-Geschäft mit Belästigungen und Drohungen aus dem Markt zu drängen, wie es in der Anklageschrift heisst. Gegenüber einem jüngeren Mann gab er sich via Kontaktanzeige und mit Hilfe von erotischen Fotos als "Jenny" und später auch noch als "Simona" aus und brachte den Verliebten dazu, den zwei erfundenen Internetbekanntschaften total über 20'000 Franken zu überweisen.

Die Mutter soll sich an zwei ältere Männer herangemacht und ihnen eine Heirat schmackhaft gemacht haben. Von ihrem ersten Freund, der einer Hochzeit skeptisch gegenüber stand, zog sie laut Anklage total mehr als 300'000 Franken ab. Sie behauptete etwa, sie sei Ärztin und benötige eine grössere Rücklage, damit sie ihn, falls nötig, pflegen könne.

Von ihrem zweiten Opfer ergatterte die mutmassliche Heiratsschwindlerin laut Anklageschrift zwei Monate vor der geplanten Hochzeit 100'000 Franken. Sie schulde das Geld ihrem Sohn, gab sie an. Kurz darauf beendete die Frau die Beziehung, dies weil der Mann in ihren Augen zu geizig sei.

(sda)


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