Nasa-Beobachtungen bestätigen: Raketenteil auf Mond eingeschlagen


News Redaktion
International / 25.06.22 03:24

Mehr als drei Monate nach der Kollision haben Beobachtungen der US-Raumfahrtbehörde Nasa erstmals einen ungeplanten Aufschlag eines Raketenteils auf dem Mond bestätigt. Auf Bildern seien gleich zwei Krater von dem Aufprall am 4. März zu sehen, teilte die Nasa mit.

Für die Nasa steht fest: Am 4. März ist ein Raketenteil auf dem Mond aufgeschlagen. Bei dem Aufprall handelt es sich um die erste bekannte ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/John Raoux)
Für die Nasa steht fest: Am 4. März ist ein Raketenteil auf dem Mond aufgeschlagen. Bei dem Aufprall handelt es sich um die erste bekannte ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/John Raoux)

Ein östlicher Krater habe einen Durchmesser von 18 Metern, ein westlicher einen von 16 Metern. Der Einschlag auf der erdabgewandten Seite des Mondes hatte Anfang März nicht live beobachtet oder gemessen werden können, da es zu dem Zeitpunkt dort keine entsprechenden Sonden, Teleskope oder Messinstrumente gab.

Die Entdeckung von gleich zwei Kratern sei "unerwartet" gewesen, hiess es, und deute daraufhin, dass es sich um eine Rakete handele, die an beiden Enden grössere Lasten trage. Das könne Hinweise auf die Identität der Rakete geben - denn was da genau auf dem Mond eingeschlagen ist, war zunächst immer noch unklar.

Zunächst war von einem Teil einer SpaceX-Rakete die Rede gewesen, dann aber hatten die Wissenschaftler sich korrigiert: Es handele sich um einen Teil einer alten chinesischen Rakete, wahrscheinlich die Trägerrakete der "Chang'e 5-T1"-Mission, die 2014 von der Erde ins All geschossenen worden war. China hatte diese Berichte jedoch zurückgewiesen.

Nach der Analyse der Aufnahmen der Sonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" sei nun aber deutlich, dass dieses Objekt nicht von einer Nasa-Mission stamme, sagte ein Sprecher der US-Raumfahrtbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Bei dem Aufprall handelt es sich um die erste bekannte ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond, geplante Einschläge zu Forschungszwecken hat es in der Vergangenheit aber mehrfach gegeben.

(sda)


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