Nationalteamdirektor Pierluigi Tami äussert sich zum UEFA-Plan


News Redaktion
Sport / 21.05.20 10:17

Noch immer ist im europäischen Fussball nur klar, dass fast alles unklar ist. Mitte Juni will die UEFA festlegen, ob und wann Länderspiele in der zweiten Jahreshälfte möglich sind.

Nationalteamdirektor Pierluigi Tami skizziert die diversen Varianten. (FOTO: KEYSTONE/MARCEL BIERI)
Nationalteamdirektor Pierluigi Tami skizziert die diversen Varianten. (FOTO: KEYSTONE/MARCEL BIERI)

Eines ist klar. Die UEFA will auf jeden Fall die Nations League durchbringen.

Wann können die Meisterschaften wieder beginnen? Wann wird der Europacup beendet? Wann startet die Saison 2020/21? In diesem Fragenkatalog wurden die Nationalmannschaften in den letzten Wochen wenig thematisiert. Gemäss dem Schweizer Nationalteamdirektor Pierluigi Tami soll die UEFA nun am 17. Juni entscheiden, wann es mit Länderspielen weitergeht.

Die UEFA will auf jeden Fall die Nations League, in welcher die Schweiz auf Deutschland, Spanien und die Ukraine trifft, im Herbst durchboxen. Das sind die Signale, die wir von der UEFA haben, sagte Tami im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es gibt verschiedene Optionen. Zum Beispiel, dass die vorgesehenen Zeitfenster im September, Oktober und November beibehalten werden, mit je zwei Spielen in der Nations League und mit je einem Testspiel im Oktober und im November, so Tami.

Beim SFV tendieren sie eher auf eine andere Variante: Drei Nations-League-Spiele im September und Oktober und zwei Testspiele im November. So hätten die Testspiele mehr Bedeutung, als wenn sie jeweils vor zwei Spielen der Nations League angesetzt würden, urteilte Tami. Er könne sich auch vorstellen, auf das Zeitfenster im September zu verzichten und dafür im Dezember Länderspiele auszutragen, so Tami. Diese Idee haben wir seitens des SFV eingebracht.

Der Schweizer Verband, der in der Vergangenheit aus wirtschaftlichen Gründen auch schon lieber Testspiele auswärts statt in der Schweiz ausgetragen hat, ist einer Durchführung von Geister-Länderspielen nicht abgeneigt. Tami: Wir wären froh, wenn wir in der Schweiz spielen könnten - auch wenn es Geisterspiele wären. Aber man muss dann ganz genau schauen, mit welchen Verbänden man Spiele vereinbart. Das hängt dann auch wieder damit zusammen, ob die Testspiele vor der Nations League stattfinden oder in einem Zeitfenster nur für Testspiele.

(sda)


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