Naturschützer in Kenia besorgt über Kilimandscharo-Brand


News Redaktion
International / 16.10.20 12:07

Naturschützer in Kenia machen sich Sorgen, dass der Brand am Fusse von Afrikas höchstem Berg in Tansania auch das Nachbarland betreffen könnte. "Feuer respektiert keine Grenzen", sagte am Freitag Robert Njue.

Auf dem Kilimandscharo ist ein Feuer ausgebrochen. Rettungsdienste versuchten, das Feuer auf dem mit 5895 Metern höchsten Berg Afrikas zu löschen. Foto: Thomas Becker/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Thomas Becker)
Auf dem Kilimandscharo ist ein Feuer ausgebrochen. Rettungsdienste versuchten, das Feuer auf dem mit 5895 Metern höchsten Berg Afrikas zu löschen. Foto: Thomas Becker/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Thomas Becker)

Er ist stellvertretender Leiter der Tsavo Conservation Area, einer Gruppe von Naturschutzgebieten im Südwesten Kenias an der Grenze zu Tansania. Man sei über den Brand am Kilimandscharo, der direkt an der Grenze zu Kenia liegt, besorgt. Wir beobachten die Lage genau.

In Tsavo sei man für grosse Brände gewappnet, sagte Njue der Deutschen Presse-Agentur. In der Trockenzeit kommt es dort demnach jedes Jahr zu Bränden. In diesem Jahr seien sie aber besonders schlimm gewesen, weil es nach einer aussergewöhnlich starken Regenzeit besonders viel Vegetation gegeben habe, die dann leicht brannte.

Der Grossbrand war am Sonntag aus bislang unbekannten Gründen an der Südflanke des 5895 Meter hohen Kilimandscharos ausgebrochen und hat seitdem nach offiziellen Angaben mindestens 28 Quadratkilometer Heidefläche zerstört. Die Höhe und der teilweise nur schwer erreichbare Brandherd gestalten die Löscharbeiten schwierig. Bergsteiger berichteten von extrem schweren Bedingungen auf dem Berg, von Rauchwolken und abgebrannten Hütten. Viele entschieden sich für den Abstieg. Der Tourismusminister Hamisi Kigwangalla teilte allerdings am Donnerstag mit, das Bergsteigen im Kilimandscharo-Nationalpark werde wie gewohnt fortgesetzt.

(sda)


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