Neue Betrugsmasche im Kanton St. Gallen


News Redaktion
Schweiz / 26.01.21 11:34

Im Kanton St. Gallen ist der berüchtigte Enkeltrick durch eine neue Masche abgelöst worden. Sie zielt auch auf jüngere Personen. Das Ziel sind Überweisungen via E-Banking. Mit der alten Methode ergaunerten die Betrüger im letzten Jahr in acht Fällen 320'000 Franken.

Betrüger versuchen im Kanton St. Gallen mit einer neuen Masche Zugang zum E-Banking-Konto ihrer Opfer zu erhalten. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/STR)
Betrüger versuchen im Kanton St. Gallen mit einer neuen Masche Zugang zum E-Banking-Konto ihrer Opfer zu erhalten. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/STR)

Laut St. Galler Polizei haben die Telefonbetrüger ihr Vorgehen angepasst. Sie rufen nicht mehr nur als falsche Polizisten oder als angebliche Enkel ältere Personen an, um sie zur Übergabe von Geld oder Schmuck zu bewegen.

Neu werde auch die jüngere Generationen angerufen, heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Die Betrüger gäben sich dabei als Polizisten oder Bankbeamte aus und versuchten, ihre Opfer dazu zu bringen, ihnen den Fernzugriff auf deren Computer zu ermöglichen. Dies gelinge entweder mit dem Erfragen von Benutzernamen und Passwörtern oder durch die Installation von Software. Dadurch erhielten die Täter Zugang zu den Konten und könnten hohe Geldbeträge ins Ausland überweisen.

Die Betrüger sind sehr aktiv: 2020 hätten im Kanton St. Gallen falsche Polizisten rund 290 Mal versucht, ältere Personen hereinzulegen. In acht Fällen waren sie erfolgreich und erbeuteten insgesamt über 320000 Franken. 2021 wurden bereits wieder 67 Versuche gezählt. In einem Fall konnten die Täter 40000 Franken ergaunern.

Weder Polizisten noch Bankangestellte oder andere vertrauenswürdige Berufsleute würden telefonisch Passwörter oder sonstige Zugangsdaten für den Computer erfragen, warnt die St. Galler Polizei.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Zwei Verletze bei Frontalkollision in Littau
Regional

Zwei Verletze bei Frontalkollision in Littau

Im Luzerner Stadtteil Littau sind am Donnerstagmorgen bei einer Frontalkollision zwei Autolenker verletzt worden. Beide wurden ins Spital gebracht.

Terrassen in mehreren Skigebieten bleiben vorerst offen
Regional

Terrassen in mehreren Skigebieten bleiben vorerst offen

Die Restaurantterrassen in den Skigebieten von Nid-, Obwalden, Uri und Schwyz sowie Glarus und Tessin bleiben vorerst offen, entgegen dem Beschluss des Bundes. Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren wollen nochmals das Gespräch mit Bundesrat Alain Berset suchen.

Schweizer Bauwirtschaft erwartet nach Pandemiejahr leichte Erholung
Wirtschaft

Schweizer Bauwirtschaft erwartet nach Pandemiejahr leichte Erholung

Die Schweizer Bauwirtschaft hat 2020 unter den Covid-Einschränkungen gelitten und den schwächsten Umsatz seit fünf Jahren ausgewiesen. Nun rechnet der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) mit einer verhaltenen Erholung.

Kanton Thurgau zahlt erste Darlehen für Härtefälle aus
Schweiz

Kanton Thurgau zahlt erste Darlehen für Härtefälle aus

Der Kanton Thurgau hat erste Zahlen zu den Härtefall-Gesuchen veröffentlicht. Bisher wurden 25 Darlehen in der Höhe von total 1,8 Millionen Franken ausbezahlt. Die Hälfte der Anträge stammt aus der Gastrobranche.